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Achtsamkeit im Alltag: Wie wir mit kleinen Veränderungen unsere innere Selbstverteidigung stärken können

Aktualisiert: 29. Dez. 2025

Der Satz „Ich bin stark und voller Selbstvertrauen“ fühlt sich für dich noch ungewohnt an? Dann könnte es Zeit sein, innere Abwehrmechanismen zu entwickeln – so etwas wie mentale Selbstverteidigung. Sie hilft dir, dein Selbstbewusstsein zu festigen und widerstandsfähiger im Alltag zu werden. Mehr dazu jetzt in "Mindful Monday" im LSJonline-Mittagsmagazin.


Alte Rollenmuster hinterfragen


Eigene Überzeugungen auszusprechen oder Grenzen zu setzen, fällt vielen Menschen schwer. Besonders Frauen wurden über Generationen hinweg in fürsorgliche, geduldige Rollen gedrängt, während Durchsetzungsfähigkeit eher mit Männern verbunden wurde. Was bei ihm als entschlossen gilt, wird bei ihr nicht selten als herrisch abgestempelt. Kein Wunder, dass viele gelernt haben, sich selbst kleiner zu machen, als sie sind. Gerade deshalb lohnt es sich, innere Stärke aufzubauen und sich mental zu rüsten.


Warum mentale Stärke zählt


Schon ein fester Blick kann zeigen: „Ich bin präsent und aufmerksam.“ Genau wie ein körperlicher Verteidigungskurs trainiert auch mentale Arbeit die innere Haltung. Wenn wir uns selbst nicht ernst nehmen, tun es andere oft auch nicht. Bleibt die innere Abgrenzung aus, können Stress, Unbehagen oder Grenzüberschreitungen die Folge sein. Mentale Präsenz schützt uns – wie ein Schutzschild, das uns hilft, klar zu bleiben.


Gefühle, die uns schwächen können


Manche Emotionen wirken wie Stolpersteine auf dem Weg zu innerer Kraft. Es hilft, sie zu erkennen und einzuordnen:

  • Angst: Eigentlich ein Warnsignal – doch wenn sie dominiert, wirken wir angreifbar.

  • Schuld: Wer sich für Dinge verantwortlich fühlt, die er nicht kontrollieren kann, verliert Halt.

  • Scham: Sie lässt uns schweigen, statt für uns einzustehen, und nagt am Selbstwert.

  • Unklarheit: Wenn wir ständig an uns zweifeln, sind wir leichter manipulierbar.


Beziehungen, Stress oder ein wenig förderliches Umfeld können ebenfalls zu einem verzerrten Selbstbild beitragen. Reflexion führt hier zur ersten Verbesserung.


Wege zur inneren Selbstverteidigung


Überlege, in welchen Momenten du dich zurücknimmst: Wann redest du dich klein? Wann überlässt du anderen Entscheidungen, weil du unsicher bist? Achtsamkeit ist der erste Schritt. Wer erkennt, was in ihm vorgeht, kann bewusst anders handeln.


Stelle dir entgegenwirkende Gefühle vor – quasi innere Gegenspieler:

Schwächend

Stärkend

Angst

Mut

Schuld

ein reines, ruhiges Gewissen

Scham

Selbstachtung & berechtigte Wut

Verwirrung

Klarheit über eigene Werte

Praktische Unterstützung


Nicht nur Gedanken, auch der Körper kann uns stärker machen:

  • Bewegung oder Kampfkunstkurse für ein Gefühl von Kontrolle

  • Meditation oder Atemtechniken für Klarheit

  • Stimmtraining oder lautes Üben vor dem Spiegel für mehr Durchsetzungskraft

Es geht nicht um Perfektion. Niemand reagiert immer ideal. Fehler sind menschlich – Mitgefühl mit sich selbst gehört zur mentalen Stärke dazu. Schon die Erkenntnis, dass du nicht alles richtig machen musst, kann Kraft freisetzen.

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