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Aktuelle Daten zeigen: Zahl traditioneller Mietinserate deutlich gesunken

  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Seit dem Jahr 2015 ist die Zahl traditioneller Mietinserate in 37 untersuchten Städten deutlich gesunken – konkret um rund 22 Prozent. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Aktuelle Zahlen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) weisen darauf hin, dass sich der Wohnungsmarkt in deutschen Städten spürbar verändert hat.


Deutlicher Anstieg möblierter Angebote


Parallel dazu entwickelt sich ein anderes Segment dynamisch: möblierte Wohnungen mit flexibleren Vertragsmodellen. Obwohl dieses Marktsegment ursprünglich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau lag, hat es in den vergangenen Jahren stark zugelegt.


In den acht größten Städten Deutschlands – darunter Berlin, Hamburg und München – ist die durchschnittliche Anzahl entsprechender Inserate von etwa 7.500 im Jahr 2015 auf rund 23.000 im letzten Jahr gestiegen. Auch im umfassenderen GREIX-Index zeigt sich dieser Trend: Hier nahm die Zahl von etwa 12.000 auf rund 37.000 Angebote zu. Das entspricht in beiden Fällen einem Wachstum von über 200 Prozent im Vergleich zu 2015.


Kritik an neuen Vermietungsmodellen


Möblierte Wohnungen stehen zunehmend im Fokus öffentlicher Diskussionen. Besonders in Städten wie Berlin beobachten Mieterverbände und Fachleute, dass befristete Vermietungen über mehrere Monate oder ein Jahr häufiger werden. Ein zentraler Kritikpunkt: Vermieter*innen könnten auf diese Weise bestehende Regulierungen wie die Mietpreisbremse umgehen und höhere Einnahmen erzielen.


Allerdings relativiert eine aktuelle Einschätzung des Ifo-Instituts diese Entwicklung auf gesamtdeutscher Ebene: Der Anteil befristet vermieteter, möblierter Wohnungen wird dort auf maximal 0,8 Prozent geschätzt.


"Reguläre Inserate sind seit 2015 um über ein Fünftel zurückgegangen, während möblierte unbefristete Angebote sich in den Metropolen mehr als verdreifacht haben", sagt Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut für Weltwirtschaft. "Wer heute in einer Großstadt über die gängigen Plattformen eine Wohnung suche, treffe zunehmend auf Konditionen, die vor zehn Jahren noch eine Ausnahme waren", so Zdrzalek weiter.

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