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Alarm in der Geburtshilfe: Fast jede zweite Hebamme denkt ans Aufhören

30. Okt. 2025
1 Min. Lesezeit

Eine aktuelle Studie zeigt ein alarmierendes Bild: Beinahe jede zweite Hebamme in Deutschland spielt mit dem Gedanken, ihren Beruf aufzugeben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Laut den Ergebnissen der "Hebammenstudie 2025", die von der opta data Zukunfts-Stiftung (odZ) gemeinsam mit dem Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement der Sigmund Freud Privatuniversität vorgestellt wurde, denken rund 44 Prozent der Befragten über einen Berufswechsel nach.


Pessimistische Zukunftserwartungen


An der Erhebung nahmen über 800 Hebammen teil, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hebammenverband (DHV) befragt wurden. Nach Angaben der Studienverantwortlichen sind die Ergebnisse repräsentativ. Etwa 57 Prozentder Teilnehmenden blicken skeptisch in die Zukunft ihres Berufs, während nur 30 Prozent optimistisch bleiben.


Leidenschaft trotz schwieriger Bedingungen


Trotz der Belastungen gaben 83 Prozent der Hebammen an, ihre Arbeit grundsätzlich gern zu machen. Die Studie zeigt jedoch deutlich, wo die Probleme liegen: Mehr als zwei Drittel beklagen eine unzureichende Bezahlung, etwa die Hälfte empfindet die Bürokratie als übermäßig, und ein Drittel nennt hohe laufende Kosten als Belastung.


Forderungen nach mehr Verantwortung und Zusammenarbeit


Viele Hebammen wünschen sich auch strukturelle Veränderungen. Drei Viertel (74 Prozent) fordern mehr Entscheidungsfreiheit und Kompetenzen gegenüber Ärztinnen und Ärzten. Zudem sprechen sich 93 Prozent für eine engere und effektivere Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft aus.


Sorge um die Zukunft der Geburtshilfe


Ein weiterer zentraler Punkt der Befragung betrifft die zunehmende Schließung von Kliniken. 63 Prozent der Hebammen gehen davon aus, dass sich dadurch die Betreuung von Schwangeren und werdenden Eltern weiter verschlechtern wird. Die zunehmende Zentralisierung der Geburtshilfe könnte somit langfristig zu einer ernsten Belastung für Familien und Fachkräfte werden.

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