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Altersarmut auf Rekordniveau: Immer mehr Rentner in Deutschland auf Grundsicherung angewiesen

  • 21. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

In Deutschland wächst die Zahl der älteren Menschen, die trotz Rente nicht ohne zusätzliche Unterstützung auskommen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach aktuellen Erhebungen bezogen Ende September etwa 755.300 Personen die sogenannte Grundsicherung im Alter. Das sind rund 6.000 mehr als noch Ende Juni. Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und wurden auf Anfrage des BSW veröffentlicht. Ein solch hoher Wert wurde bislang nicht verzeichnet.


Wer Anspruch auf Grundsicherung im Alter hat


Die Leistung richtet sich an Menschen, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben. Diese liegt – abhängig vom Geburtsjahr – zwischen 65 und 67 Jahren. Voraussetzung ist zudem ein Wohnsitz in Deutschland sowie ein Einkommen, das nicht ausreicht, um den notwendigen Lebensunterhalt zu decken. Reicht die gesetzliche Rente nicht aus, kann Grundsicherung im Alter beantragt werden.


Scharfe Kritik an der aktuellen Situation


BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht äußerte sich am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP deutlich zu den Entwicklungen. Es sei „ein Skandal, dass immer mehr Rentner auf Sozialhilfe angewiesen sind“. Altersarmut bezeichnete sie als ein bereits heute bestehendes „Megaproblem“, das sich für die aktuell junge Generation in Zukunft noch weiter verschärfen werde.


Vorschläge zur Bekämpfung von Altersarmut


Wagenknecht stellte ein Maßnahmenpaket ihrer Partei vor, das Rentnerinnen und Rentner finanziell entlasten soll. „Wir schlagen ein Rentenpaket gegen Altersarmut vor mit einer Rentenerhöhung, Abgabensenkung und Steuerfreiheit von Renten bis 2000 Euro“. Nach ihren Angaben würden die Renten dadurch im Durchschnitt um etwa 200 Euro netto pro Monat steigen. Zur Finanzierung erklärte sie: „Dafür wollen wir den Steuerzuschuss, der gemessen am Bruttoinlandsprodukt niedriger ist als vor 20 Jahren, um 30 Milliarden Euro im Jahr anheben.“ Die dafür nötigen Mittel sollen nach den Plänen des BSW durch Einsparungen bei den „in den letzten Jahren gewaltig aufgeblähten Rüstungsausgaben“ bereitgestellt werden.

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