Angriff auf den CSD: Forderung nach mehr Schutz und Sichtbarkeit
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Nach der tödlichen Fahrt eines Autos in eine Menschenmenge am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und der queeren Community ihre Anteilnahme bekundet. Zugleich kündigten sie an, sich weiterhin entschlossen für Vielfalt, Freiheit und den Schutz queeren Lebens einzusetzen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), machte in einem Beitrag auf Instagram deutlich, dass Gewalt und Einschüchterung den Zusammenhalt nicht brechen würden. „Wenn die Feinde unserer Freiheit Hass und Gewalt säen, werden sie keine Angst ernten, sondern mehr Zusammenhalt, mehr Vielfalt und mehr Sichtbarkeit.“ Sie ergänzte: „Das ist unsere Antwort. Und dafür werden wir entschlossen kämpfen.“
Deutliche Worte der Queer-Community
Auch der LSVD+ – Verband Queere Vielfalt reagierte erschüttert auf die Ereignisse und sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus: "Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land. Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind."
Sophie Koch unterstrich außerdem: „Der Christopher Street Day steht für Freiheit, Vielfalt und das Recht, ohne Angst sichtbar zu sein.“
Scharfe Verurteilung aus der Politik
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte die Tat und bezeichnete sie als Angriff auf die Grundwerte einer offenen Gesellschaft: "Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft - nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert."
"Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft", so Bundeskanzler Merz.
Veranstaltung abgebrochen
Nach dem Vorfall wurde der Berliner Christopher Street Day am Samstagabend vorzeitig beendet. Ein Fahrzeug war am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren. Dabei kam eine Frau ums Leben, 16 weitere Menschen wurden verletzt.
Anteilnahme für die Betroffenen
„Dieser Anschlag erschüttert mich und unsere gesamte Community zutiefst“, schreibt Koch. Weiter schrieb sie: „Den Verletzten wünsche ich von ganzem Herzen Kraft und eine schnelle Genesung.“

