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Leben ohne zweiten Elternteil: Viele Familien stehen vor finanziellen Herausforderungen

  • 26. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

In Deutschland wächst ein großer Teil der Kinder in Haushalten auf, in denen nur ein Elternteil für die Familie verantwortlich ist. Im Jahr 2025 lebten rund 2,36 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in solchen Familien. Das entspricht einem Anteil von 16,8 Prozent aller Minderjährigen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es insgesamt etwa 1,62 Millionen Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. Damit war fast jede fünfte Familie mit Kindern unter 18 Jahren ein Ein-Eltern-Haushalt.


Frauen stellen weiterhin die Mehrheit der Alleinerziehenden


Die Verantwortung für die Erziehung und Versorgung der Kinder liegt weiterhin überwiegend bei Müttern. Von den insgesamt rund 1,62 Millionen Alleinerziehenden waren nur etwa 253.000 Väter, die mit ihren minderjährigen Kindern zusammenlebten. Damit sind alleinerziehende Väter weiterhin deutlich seltener als alleinerziehende Mütter.


Erwerbstätigkeit: Viele Alleinerziehende arbeiten


Auch auf dem Arbeitsmarkt sind Alleinerziehende stark vertreten. Im Jahr 2025 gingen etwa 71,8 Prozent der Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahren einer Arbeit nach. Bei der Arbeitszeit zeigen sich Unterschiede zwischen Müttern und Vätern: Alleinerziehende Mütter arbeiteten häufiger in Vollzeit als Mütter, die mit einer Partnerin oder einem Partner zusammenleben (38,6 Prozent gegenüber 30,7 Prozent). Bei Vätern zeigt sich ein anderes Bild: Männer in Partnerschaften waren häufiger in Vollzeit beschäftigt als alleinerziehende Väter (91,5 Prozent gegenüber 83,8 Prozent).


Höheres Risiko für finanzielle Belastungen


Familien mit nur einem Elternteil sind besonders häufig von finanziellen Schwierigkeiten betroffen. Die Gefahr, in Armut abzurutschen, liegt in Alleinerziehenden-Haushalten mit 28,9 Prozent deutlich höher als bei Paarfamilien mit Kindern, wo sie 12,0 Prozent beträgt.


Mögliche Änderungen beim Unterhaltsvorschuss


Eine geplante Reform der Bundesregierung könnte künftig Auswirkungen auf viele Alleinerziehenden-Familien haben. Vorgesehen ist, den Unterhaltsvorschuss nur noch für Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr zu gewähren. Von dieser Änderung wären nach Berechnungen 21,2 Prozent der Alleinerziehenden-Familien betroffen. Rund 373.000 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren könnten dadurch ihren bisherigen Anspruch verlieren.

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