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Bahnfahrplan 2027: Das ändert sich für Reisende ab Dezember

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Deutsche Bahn richtet ihr Fernverkehrsangebot neu aus. Ab dem 13. Dezember 2026 sollen zusätzliche internationale Verbindungen sowie eine neue schnelle Zugverbindung zwischen Hamburg und München das Angebot erweitern. Fahrgäste können ihre Tickets für den Fahrplan 2027 bereits ab Mittwoch, dem 14. Oktober, erwerben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Bei den Fahrpreisen gibt es vorerst keine Änderungen. Die Bahn hält damit an der angekündigten Preisstabilität fest: Vorstandschefin Evelyn Palla hatte im April zugesichert, dass im Fernverkehr bis Mai 2027 keine Preiserhöhungen vorgesehen sind.


Neue Sprinter zwischen Hamburg und München


Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Verbindung zwischen Nord- und Süddeutschland. Mit einer zusätzlichen Sprinter-Linie will die Bahn die Reisezeit auf der Strecke zwischen Hamburg und München um rund 20 Minuten verkürzen. Die Züge sollen täglich dreimal pro Richtung verkehren.


Vorgesehen sind lediglich zwei Zwischenhalte: Hannover und Nürnberg. Andere bisher mögliche Haltepunkte, darunter Lüneburg, Göttingen und Fulda, entfallen bei diesen Verbindungen.


Auch zwischen Berlin und Stuttgart wird das schnelle Zugangebot erweitert. Statt bislang nur einer täglichen Fahrt je Richtung sollen künftig drei Sprinter-Verbindungen angeboten werden. Die Fahrtzeit beträgt nach den Angaben rund vier Stunden und 45 Minuten.


Mehr Auswahl bei Zugreisen ins europäische Ausland


Neben dem innerdeutschen Fernverkehr plant die Bahn zusätzliche Verbindungen in mehrere europäische Länder. Davon profitieren sollen insbesondere Reisende nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark.


Auch die Buchung grenzüberschreitender Zugreisen wird zunehmend vereinfacht. Über den DB Navigator lassen sich inzwischen Tickets für mehr als 10.000 Reiseziele in Europa erwerben. Dazu zählen unter anderem Angebote der Österreichischen Bundesbahnen, von Trenitalia und Eurostar.


Baustellen bleiben ein Problem für den Bahnverkehr


Trotz des erweiterten Angebots müssen sich Reisende weiterhin auf Einschränkungen einstellen. Das teilweise sanierungsbedürftige Schienennetz sorgt auch in den kommenden Jahren für umfangreiche Bauarbeiten und Umleitungen.


Zwar haben Bahn und Bund ihre Sanierungspläne für stark frequentierte Strecken bis 2031 gegenüber den bisherigen Vorhaben deutlich reduziert. Dennoch ist auch 2027 mit Baustellen und längeren Fahrzeiten auf zahlreichen Verbindungen zu rechnen.


Pünktlichkeit bleibt die große Herausforderung


Neben den Bauarbeiten dürfte die Zuverlässigkeit des Fernverkehrs weiterhin ein zentrales Thema bleiben. Im September erreichte die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben lediglich eine Pünktlichkeitsquote von 52,4 Prozent. Damit kam zuletzt fast jeder zweite Fernzug verspätet an. Als unpünktlich gilt eine Verbindung, wenn der Zug mindestens sechs Minuten nach dem Fahrplan eintrifft.


Für das laufende Jahr hatte Bahn-Chefin Evelyn Palla eine Quote von mindestens 60 Prozent angestrebt. Dieses Ziel dürfte nach der bisherigen Entwicklung kaum noch erreichbar sein.


Bahn setzt sich höhere Ziele bis 2029


Langfristig soll sich die Situation verbessern. Bis Ende 2029 will die Deutsche Bahn erreichen, dass mindestens 70 Prozent ihrer Züge im Fernverkehr pünktlich unterwegs sind. Ob dieses Ziel angesichts der anhaltenden Probleme im Schienennetz erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.

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