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Billig, aber riskant: Stiftung Warentest deckt gefährliche Mängel bei Shein und Temu auf

2. Nov. 2025
2 Min. Lesezeit

Die Stiftung Warentest hat eine Reihe von Produkten der bekannten chinesischen Onlineplattformen Shein und Temu unter die Lupe genommen – mit alarmierenden Ergebnissen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


In zahlreichen Fällen wurden massive Sicherheitsmängel festgestellt, die für Verbraucher:innen ein ernstes Risiko darstellen können. „Diese vermeintlichen Schnäppchen sind bisweilen giftig, brandgefährlich und erfüllen geltende EU-Sicherheitsstandards nicht“, betonte Florian Ostermann von der Stiftung Warentest gegenüber dem WDR.


Giftstoffe und fehlende Warnhinweise


Besonders besorgniserregend waren die Ergebnisse bei Produkten für Kinder: So enthielten farbenfrohe Babytücher eine überhöhte Menge Formaldehyd, ein Stoff, der Kontaktallergien auslösen kann. Darüber hinaus fehlten bei vielen Artikeln wichtige Sicherheitshinweise, die eigentlich vorgeschrieben sind.


Auch Schmuckprodukte stellten ein gravierendes Risiko dar: Zwei getestete Halsketten wiesen extrem hohe Cadmiumwerte auf – der Grenzwert wurde um das 8.500-Fache überschritten. Cadmium gilt als hochgiftig und krebserregend.


Verantwortung unklar: Das „Marktplatz“-Prinzip


Wie Ostermann erklärte, vertreiben Shein und Temu meist keine eigenen Waren, sondern fungieren als Vermittler zwischen Käufer:innen und Drittanbietern. Dadurch fehle oft eine wirksame Kontrolle, ob die Produkte tatsächlich sicher seien.


Dieses Prinzip sei auch von anderen großen Onlinehändlern bekannt: „Das ‘Marktplatz’-Modell birgt grundsätzlich das Risiko, dass problematische Waren unentdeckt bleiben.“ Zwar nutzt auch Amazon ein ähnliches System, wurde jedoch nicht Teil des aktuellen Tests.


Reaktionen der Unternehmen


Shein teilte auf Anfrage mit, die beanstandeten Produkte umgehend entfernt zu haben.Zugleich zweifelte das Unternehmen die Ergebnisse von Stiftung Warentest an: Bei drei Artikeln hätten „international anerkannte Prüflabore“ andere Resultate erzielt. Man „freue sich auf den Austausch“ mit der Stiftung, um die Unterschiede zu klären.


Auch Temu reagierte und kündigte an, die betroffenen Artikel aus dem Sortiment zu nehmen. Laut einem Sprecher verfüge die Plattform über ein „umfassendes Qualitätssicherungssystem“ und arbeite regelmäßig mit unabhängigen Prüfstellen zusammen, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

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