Christmette im Petersdom: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden, Hoffnung und Menschlichkeit auf
- 25. Dez. 2025
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Im festlich erleuchteten Petersdom versammelten sich rund 6.000 Gläubige, um gemeinsam mit Papst Leo XIV. seine erste Christmette zu feiern. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
In einer feierlichen Atmosphäre wandte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche an die Besucherinnen und Besucher und rief eindringlich zu Frieden, Hoffnung und einem respektvollen Miteinander auf. Weihnachten sei ein Fest, das die Menschen dazu berufe, „uns zu Boten des Friedens“ zu machen, betonte er. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Gottes Gegenwart untrennbar mit der Achtung der Menschenwürde verbunden sei.
Die Botschaft der Menschlichkeit
In seiner Predigt erinnerte der Papst daran, dass Gott dort keinen Platz finde, wo auch dem Menschen kein Raum zugestanden wird. „Den einen nicht aufzunehmen bedeutet, den anderen nicht aufzunehmen. Wo hingegen Platz für den Menschen ist, ist auch Platz für Gott“, erklärte Leo XIV. und knüpfte damit an die Worte seines Vorgängers Benedikt XVI. an. Dieser habe darauf hingewiesen, dass in einer Welt, in der die „Nacht des Irrtums“ die Wahrheit Gottes verdunkle, auch kein Ort sei für diejenigen, die besonders Schutz und Fürsorge benötigen: Kinder, Arme und Menschen ohne Heimat.
Kritik an wirtschaftlichen Fehlentwicklungen
Obwohl der Papst die Liturgie bewusst im religiösen Fokus hielt, fehlte es seinen Worten nicht an gesellschaftlicher Relevanz. Bereits am Vortag hatte er sich deutlich zu aktuellen Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine geäußert und zu einer umfassenden, 24-stündigen Feuerpause aufgerufen. In der Christmette selbst prangerte er eine „verkehrte Wirtschaft“ an, die den fatalen Fehler mache, Menschen wie Waren zu behandeln.
Fortsetzung der Weihnachtsfeierlichkeiten
Die Festtage im Vatikan gehen für Leo XIV. traditionell weiter. Am Donnerstagvormittag feiert er die Weihnachtsmesse, um anschließend von der Loggia des Petersdoms aus seine Weihnachtsbotschaft zu verkünden und den Segen „Urbi et Orbi“ über die Stadt Rom und die gesamte Welt zu spenden. Am zweiten Weihnachtstag richtet er schließlich das Mittagsgebet an die Gläubigen auf dem Petersplatz, um auch an diesem Tag Hoffnung und Zuversicht zu teilen.

