Dauerhaft Single: Wie Alleinsein in jungen Jahren das Wohlbefinden langfristig beeinflusst
- Redaktion Mittagsmagazin

- 19. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Wer in jungen Jahren dauerhaft ohne feste Partnerschaft bleibt, erlebt laut aktuellen Forschungsergebnissen im Laufe der Zeit einen spürbaren Rückgang der Lebenszufriedenheit. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Gleichzeitig wächst das Gefühl von Einsamkeit. Besonders stark zeigen sich diese Entwicklungen in der Phase der späten Zwanzigerjahre. Auffällig ist dabei, dass sich Frauen und Männer in diesem Verlauf kaum unterscheiden.
Umfangreiche Langzeitstudie
Ein Team von Wissenschaftler:innen der Universität Zürich ging der Frage nach, wie sich ein langfristiges Single-Leben auf das persönliche Wohlbefinden auswirkt. Grundlage der Untersuchung waren Daten von mehr als 17.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren, die über mehrere Jahre hinweg jährlich befragt wurden. Zu Beginn der Erhebung hatte keine der teilnehmenden Personen bereits eine feste Partnerschaftserfahrung.
Zunehmende Unterschiede im Verlauf der Zeit
Die Auswertung zeigte, dass sich Singles und Gleichaltrige, die später eine Beziehung eingingen, zunächst kaum voneinander unterschieden. Mit fortschreitender Dauer des Alleinseins vergrößerten sich die Unterschiede jedoch deutlich. Studienleiter Krämer fasste dies so zusammen: „Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass ein längeres Single-Dasein im jungen Erwachsenenalter mit moderaten Risiken für das Wohlbefinden verbunden ist“.
Wer bleibt häufiger allein?
Darüber hinaus analysierte das Forschungsteam, welche Faktoren mit einer längeren Phase ohne Partnerschaft zusammenhängen. Besonders häufig blieben Männer, Personen mit niedrigerem aktuellem Wohlbefinden oder höherem Bildungsniveau sowie junge Erwachsene, die allein oder noch im Elternhaus lebten, länger ohne feste Beziehung. Einen möglichen Zusammenhang zwischen Bildungsorientierung und späterem Eingehen von Partnerschaften ordnet Krämer folgendermaßen ein: „Die Befunde, dass ein stärkerer Fokus auf Bildung bei manchen Menschen mit dem Aufschieben fester Partnerschaften einhergeht, sind konsistent mit Studien aus der Soziologie“.

