Erstes Mal im Wandel: Jugendliche erleben Sexualität später, bewusster und meist in festen Beziehungen
- Redaktion Mittagsmagazin

- 22. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Der Beginn sexueller Erfahrungen verschiebt sich nach hinten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), an der mehr als 5.800 Jugendliche und junge Erwachsene teilgenommen haben. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Demnach findet das erste Mal heute häufiger in einem späteren Alter statt, meist geschützt und oft innerhalb einer festen Beziehung.
"Während 2019 die Mehrheit der jungen Menschen mit 17 Jahren den ersten Sex erlebt hatte, ist die Mehrheit heute 19 Jahre alt", sagte Studienleiterin Sara Scharmanski. Auch jenseits Deutschlands lasse sich diese Entwicklung erkennen: Internationale Untersuchungen zeigen laut Studie vergleichbare Trends in vielen weiteren Ländern.
Verhütung spielt eine zentrale Rolle
Ein bewusster Umgang mit Sexualität ist den Befragten besonders wichtig. Nur ein sehr kleiner Teil gab an, beim ersten Geschlechtsverkehr auf Verhütung verzichtet zu haben. Insgesamt betrifft das sechs Prozent der Teilnehmenden, wobei es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt: Vier Prozent der weiblichen und acht Prozent der männlichen Befragten machten diese Angabe.
Meist vertraute Beziehungen statt flüchtiger Kontakte
Das erste sexuelle Erlebnis findet überwiegend in einem vertrauten Rahmen statt. Die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatte zu diesem Zeitpunkt eine feste Partnerschaft oder kannte die andere Person gut. Bei den weiblichen Befragten waren 65 Prozent in einer festen Beziehung, bei den männlichen 53 Prozent. Weitere 25 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer gaben an, dass es sich um eine gut bekannte Person handelte.
Gründe für fehlende sexuelle Erfahrungen
Jugendliche ohne bisherige sexuelle Kontakte nannten unterschiedliche Ursachen. Rund die Hälfte erklärte, dass bislang die richtige Partnerin oder der richtige Partner gefehlt habe. Zudem beschrieben sich 37 Prozent als zu schüchtern, während 41 Prozent angaben, sich noch zu jung zu fühlen.

