Fertiggerichte im Aufschwung: Produktion steigt kräftig, besonders bei Pasta und Fleischgerichten
- Redaktion Mittagsmagazin

- 14. Jan.
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Die Herstellung von Convenience-Produkten nimmt in Deutschland deutlich zu. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts belief sich die Produktion im Jahr 2024 auf rund 1,7 Millionen Tonnen. Der Marktwert dieser Waren lag bei etwa 5,9 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Fünf Jahre zuvor wurden noch deutlich geringere Mengen hergestellt – sowohl das Volumen als auch der Umsatz haben seither spürbar angezogen.
Besonders gefragt: Pasta und Fleisch
Nicht alle Produktgruppen entwickelten sich gleich stark. Vor allem Gerichte auf Nudelbasis verzeichneten einen kräftigen Sprung nach oben. Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Produktionsmenge hier um mehr als die Hälfte und erreichte 2024 über eine halbe Million Tonnen.
Auch Fertiggerichte mit Fleisch legten deutlich zu: Die hergestellte Menge stieg um gut zwei Fünftel auf mehr als 300.000 Tonnen. Moderater fiel das Wachstum bei Gemüsegerichten aus, die ein leichtes Plus verbuchten. Rückläufig war dagegen einzig die Produktion von Fischgerichten, deren Menge spürbar unter dem Niveau von 2019 lag.
Trend dürfte anhalten
Nach Einschätzung der Statistiker ist das Ende dieses Wachstums noch nicht erreicht. Erste Auswertungen für die ersten drei Quartale 2025 zeigen bereits ein nominales Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Konkrete Zahlen zu den produzierten Mengen für das Gesamtjahr liegen allerdings noch nicht vor.
Kochen kostet kaum weniger Zeit
Trotz des Booms bei Fertiggerichten hat sich der Zeitaufwand fürs Kochen im Alltag kaum verändert. Menschen ab zehn Jahren verbringen in Deutschland durchschnittlich weiterhin rund 40 Minuten pro Tag mit der Zubereitung von Mahlzeiten. Dieser Wert entspricht nahezu dem Niveau von vor zehn Jahren, wie die Zeitverwendungserhebung 2022 zeigt.

