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Fettiger Ansatz, trockene Spitzen: So findest du endlich die richtige Balance für dein Haar

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Blick in den Spiegel am Morgen und schon wirkt der Haaransatz wieder ölig, während sich die Spitzen trocken und spröde anfühlen? Dieses Ungleichgewicht ist besonders bei Jugendlichen keine Seltenheit.


Mehr dazu heute in TEENPULSE.


In der Pubertät können hormonelle Veränderungen die Talgproduktion der Kopfhaut verstärken. Gleichzeitig setzen Färben, häufiges Glätten und regelmäßiges Styling den Haarlängen zu.


Das Ergebnis: Der Ansatz wirkt schon kurz nach dem Waschen fettig, während die unteren Partien dringend Feuchtigkeit benötigen. Auch Sport, ein hektischer Schulalltag und häufiges Styling können die Haarpflege zusätzlich erschweren.


Weniger ist manchmal mehr: Die richtige Waschroutine


Tägliches Haarewaschen ist nicht unbedingt notwendig. Für viele reicht es, das Haar zwei- bis dreimal wöchentlich zu reinigen. Zu häufiges Waschen kann die Kopfhaut unnötig beanspruchen.


Beim Shampoo solltest du möglichst auf eine milde Formulierung achten. Ein pH-Wert im Bereich von etwa 4,5 bis 5,5 kann dabei helfen, die natürliche Schutzfunktion von Kopfhaut und Haar zu erhalten.


Wichtig ist außerdem, wo du das Shampoo verteilst: Massiere es vor allem in die Kopfhaut und den Ansatz ein. Beim Ausspülen gelangt ausreichend Produkt in die Längen. Für trockene Spitzen sind dagegen Conditioner oder ein leichtes Haaröl besser geeignet. Verteile diese Pflege gezielt in den unteren Haarpartien, damit der Ansatz nicht zusätzlich beschwert wird.


Diese Styling-Gewohnheiten können helfen


Wenn du zwischen den Waschtagen einen frischeren Ansatz möchtest, kann Trockenshampoo eine praktische Lösung sein. Es nimmt überschüssigen Talg auf und kann das Haar optisch auffrischen. Dafür wird es sparsam am Ansatz aufgetragen, kurz einwirken gelassen und anschließend gründlich ausgebürstet.


Auch beim Styling solltest du deine Haarstruktur berücksichtigen. Wer lediglich den Ansatz mit Föhn oder Glätteisen bearbeitet, sollte die Spitzen möglichst wenig Hitze aussetzen. Ein geeigneter Hitzeschutz gehört ebenfalls dazu.


Haarpflege über Nacht


Nicht nur tagsüber kommt es auf den richtigen Umgang mit deinen Haaren an. Auch während des Schlafens kannst du deine Spitzen schonen.


Eine lockere Flechtfrisur oder ein nicht zu straffer Zopf reduziert die Reibung und verhindert, dass sich die Längen stark verheddern. Bei besonders trockenen Spitzen kann außerdem eine kleine Menge Haaröl vor dem Schlafengehen sinnvoll sein.


Wer mit offenen Haaren schläft, kann ein Kissen mit einer glatteren Oberfläche ausprobieren. Seide verursacht beispielsweise weniger Reibung als herkömmliche Baumwolle. Gleichzeitig solltest du deine Kissenbezüge regelmäßig wechseln, damit sich dort möglichst wenig Talg und Rückstände sammeln.


Was deinen Haaren eher schadet


Manchmal verschlimmern gut gemeinte Pflegemaßnahmen das Problem. Sehr heißes Wasser und aggressive Shampoos können die Kopfhaut reizen. Auch ständiges Bürsten ist nicht ideal, weil dabei der Talg vom Ansatz in die Längen verteilt werden kann.


Versuche außerdem, möglichst wenig mit den Händen durch deine Haare zu fahren. Dabei gelangen Hautfette an den Ansatz. Beim Föhnen ist eine hohe Temperatur ebenfalls nicht empfehlenswert – wenn es zeitlich möglich ist, darf das Haar ruhig teilweise an der Luft trocknen.


Zu viele Pflegeprodukte können die Längen außerdem schwer und strähnig wirken lassen. Gerade bei einem schnell fettenden Ansatz gilt deshalb: Pflege gezielt dort, wo sie tatsächlich benötigt wird.


Ernährung als Teil der Haarpflege


Gesundes Haar profitiert nicht nur von äußerer Pflege. Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe, die der Körper unter anderem für Haut und Haare benötigt.


Eine abwechslungsreiche Ernährung kann beispielsweise Lebensmittel wie Haferflocken, Nüsse, Linsen, Spinat, Brokkoli und Paprika enthalten. Sie liefern unter anderem verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.


Statt einzelne Nährstoffe pauschal in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen, ist eine ausgewogene Ernährung die bessere Grundlage. Bei einem vermuteten Nährstoffmangel sollte man sich ärztlich beraten lassen.


So findest du deine persönliche Routine


Fettiger Ansatz und trockene Spitzen müssen kein Dauerzustand sein. Entscheidend ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kopfhaut und Haarlängen getrennt zu betrachten: Der Ansatz braucht eine gründliche, aber milde Reinigung, während die Spitzen vor allem schonende Pflege und Schutz benötigen.


Gib deiner neuen Routine etwas Zeit und beobachte, wie dein Haar darauf reagiert. Wenn sich trotz verschiedener Anpassungen keine Verbesserung zeigt oder deine Kopfhaut zusätzlich juckt, schuppt oder gereizt ist, kann eine Beratung beim Friseur oder bei einer Hautärztin sinnvoll sein.

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