Haare wachsen lassen: So lange dauert es wirklich bis zur Wunschlänge
- vor 9 Stunden
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Du liebäugelst mit einem komplett neuen Look, bist dir aber unsicher, wie lange die Rückkehr zur alten Haarlänge dauern würde? Ob Kurzhaarschnitt, neue Farbe oder radikale Veränderung – ein Blick auf das natürliche Haarwachstum kann bei der Entscheidung helfen.
Mehr dazu heute in TEENPULSE.
Geduld ist gefragt
Im Durchschnitt legt das menschliche Haar ungefähr einen bis eineinhalb Zentimeter pro Monat zu. Das entspricht etwa 0,3 Millimetern täglich. Innerhalb eines Jahres können so rund 12 bis 15 Zentimeter zusammenkommen.
Was auf dem Papier nach einer ordentlichen Menge klingt, fühlt sich während der Wachstumsphase allerdings deutlich langsamer an. Besonders nach einem sehr kurzen Schnitt kann die Wartezeit lang erscheinen.
Ein Kurzhaarschnitt kann lange bleiben
Wer sich beispielsweise für einen Pixie entscheidet, sollte nicht erwarten, innerhalb weniger Monate wieder lange Haare zu haben. Bis aus einem sehr kurzen Schnitt wieder schulterlanges Haar wird, können durchaus ein bis zwei Jahre vergehen.
Deshalb lohnt es sich, schon vor dem Friseurtermin darüber nachzudenken, ob du mit einer längeren Übergangsphase leben kannst.
Haarfarbe beeinflusst die Wurzel nicht
Eine Coloration verändert nicht die Geschwindigkeit, mit der deine Haare aus der Kopfhaut wachsen. Die Haarwurzel arbeitet unabhängig davon weiter.
Allerdings kann regelmäßiges Färben die Haarfaser strapazieren. Trockenheit und Haarbruch können dazu führen, dass die neu gewonnene Länge an den Spitzen wieder verloren geht. Das Haar wächst dann zwar weiter, wird aber durch abbrechende Spitzen optisch nicht länger.
Was gegen Haarbruch hilft
Wer seine Haare möglichst lang bekommen möchte, sollte deshalb vor allem auf die vorhandene Länge achten. Schonende Pflege und ein sorgfältiger Umgang mit Hitze können helfen, unnötigen Haarbruch zu vermeiden.
Auch die Spitzen spielen eine wichtige Rolle. Regelmäßiges Kürzen verhindert zwar nicht das Wachstum – es kann aber dabei helfen, stark geschädigte Enden rechtzeitig zu entfernen.
Ein Termin etwa alle sechs bis zehn Wochen kann sinnvoll sein, wenn die Spitzen zu Spliss neigen. So bleibt die Haarstruktur gepflegter, während du gleichzeitig weiter Länge aufbaust.
Vorsicht direkt nach der Coloration
Nach einer neuen Haarfarbe solltest du deinem Haar zunächst etwas Ruhe gönnen. Idealerweise wartest du ungefähr 48 Stunden mit der ersten Haarwäsche.
Anschließend reicht es bei coloriertem Haar häufig aus, es zwei- bis dreimal wöchentlich zu waschen. Zu häufiges Waschen kann die Farbe schneller verblassen lassen und dem Haar zusätzlich Feuchtigkeit entziehen.
Können Produkte das Wachstum beschleunigen?
Koffein, Niacinamid, Rosmarinöl und andere Inhaltsstoffe werden häufig als Wachstumshelfer beworben. Einen zuverlässigen Trick, mit dem sich die natürliche Wachstumsgeschwindigkeit einfach verdoppeln lässt, gibt es jedoch nicht.
Solche Produkte können je nach Formulierung die Kopfhautpflege unterstützen. Entscheidend ist aber vor allem, dass die bereits gewachsene Haarlänge möglichst wenig durch Schäden und Bruch verloren geht.
So überstehst du die Zwischenphase
Du musst dich während des Herauswachsens nicht mit einer unförmigen Übergangsfrisur abfinden. Viele Schnitte funktionieren auch in unterschiedlichen Längen und können schrittweise angepasst werden.
Besonders praktisch sind beispielsweise:
Clavicle Cut: Die Länge bis zum Schlüsselbein bietet einen eleganten Übergang.
Bixie: Eine Mischung aus Bob und Pixie, die kurze Phasen optisch leichter überbrückt.
Shag: Die stufige Struktur funktioniert auch bei wechselnden Haarlängen.
Bob: Ein vielseitiger Klassiker, der sich während des Herauswachsens immer wieder neu gestalten lässt.
Besprich mit deiner Friseurin am besten schon beim ersten Termin, welche Zwischenstationen zu deinem eigentlichen Ziel passen. So lässt sich der Schnitt bei jedem Besuch anpassen, ohne dass du ständig große Mengen Länge opfern musst.



