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Freier Zugang zum Meer: Behörden gehen härter gegen private Strandbäder vor

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

An mehreren Küstenabschnitten Italiens verschärfen die Behörden ihr Vorgehen gegen unrechtmäßig errichtete Strandanlagen. Besonders deutlich zeigt sich dies in Ostia, dem beliebten Küstenviertel Roms. Dort wurden auf Anordnung der Stadt mehrere privat geführte Strandbäder geschlossen. Gleichzeitig laufen Abrissarbeiten an zwei kommerziellen Anlagen – und das mitten in der Sommersaison. Auf den frei werdenden Flächen soll künftig ein kostenloser, öffentlich zugänglicher Strand entstehen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Hohe Kosten für Strandbesucher


Wer derzeit einen Tag an einem privaten Strand verbringen möchte, muss häufig tief in die Tasche greifen. Für zwei Liegen und einen Sonnenschirm werden im Durchschnitt rund 40 Euro pro Tag verlangt. In touristisch besonders gefragten Regionen, etwa in der Toskana, liegen die Preise teilweise noch deutlich höher.


Umfangreiche Neugestaltung der Küste


Die Stadt verfolgt das Ziel, den frei zugänglichen Küstenabschnitt erheblich zu erweitern. Während bislang lediglich 1,2 der insgesamt 11,3 Kilometer langen Küste kostenlos nutzbar sind, sollen künftig 6,5 Kilometer allen Besuchern offenstehen. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Zahl der privaten Strandbäder von derzeit etwa 70 auf 35 zu reduzieren.


EU-Vorgaben sollen endlich umgesetzt werden


Hinter den Maßnahmen steht auch eine europäische Regelung aus dem Jahr 2006. Diese schreibt vor, dass Konzessionen für Strandflächen regelmäßig neu vergeben werden müssen, da es sich um öffentliches Eigentum handelt. Die Umsetzung wurde in Italien über Jahre verschoben. Nach aktuellen Plänen sollen die Ausschreibungen im Jahr 2027 beginnen.


Geringe Pacht trotz hoher Einnahmen


Viele Strandflächen werden seit Jahren zu vergleichsweise niedrigen Konditionen verpachtet. Im Schnitt zahlen die Betreiber für ihre Konzession lediglich rund 8.200 Euro jährlich. Demgegenüber stehen laut dem Centrum für Europäische Politik durchschnittliche Umsätze von etwa 260.000 Euro pro Jahr. Andere Schätzungen gehen sogar von noch höheren Einnahmen aus.

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