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Gesichert rechtsextreme Partei gewinnt: AfD gewinnt Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

6. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Sept.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich ein deutlicher Machtwechsel ab. Laut vorläufigem Wahlergebnis kommt die AfD auf mehr als 43,8 Prozent der Stimmen. Damit wird sie erstmals stärkste politische Kraft bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Zum Vergleich: Bei der Wahl im Jahr 2021 hatte die Partei noch 20,8 Prozent erreicht. Das aktuelle Resultat stellt zugleich das bislang beste Ergebnis der AfD bei einer Landtagswahl dar.


CDU verliert massiv an Zustimmung


Die CDU muss dagegen erhebliche Einbußen hinnehmen. Die Partei von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht derzeit nur rund 17,2 Prozent.

Damit fällt das Ergebnis deutlich schlechter aus als 2021. Damals war die CDU unter dem damaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff mit 37,1 Prozent noch klar als stärkste Partei aus der Wahl hervorgegangen.


Linke bleibt drittstärkste Kraft


Hinter AfD und CDU folgt nach der Hochrechnung die Linke. Sie kommt auf 9,1 Prozent. Für die Partei bedeutet das ihr bislang schwächstes Landtagswahlergebnis in Sachsen-Anhalt. 2021 hatte sie noch 11,0 Prozent erzielt.


Auch die SPD bleibt auf niedrigem Niveau. Mit 9,3 Prozent liegt sie nur geringfügig über ihrem Ergebnis von 2021, als sie 8,4 Prozent erreichte.


Die Grünen können hingegen zulegen. Sie stehen aktuell bei 8,9 Prozent und würden damit ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl im Bundesland erreichen. 2021 waren sie auf 5,9 Prozent gekommen.


BSW knapp über der Schwelle


Besonders spannend bleibt der Ausgang für das Bündnis Sahra Wagenknecht. Das BSW wird derzeit mit 5,3 Prozent ausgewiesen und muss damit um den Einzug in den Landtag bangen.


Für die FDP reicht es dagegen voraussichtlich nicht. Die Liberalen kommen laut Hochrechnung lediglich auf 2,6 Prozent und bleiben damit unter der erforderlichen Schwelle für den Einzug ins Parlament.


Welche Koalitionen sind möglich?


Die AfD hatte im Wahlkampf das Ziel einer eigenen Regierung verfolgt. Dafür wäre allerdings eine Mehrheit der Sitze im Landtag notwendig. Entscheidend ist deshalb nicht allein der Stimmenanteil der Partei, sondern auch, wie viele Parteien letztlich im Parlament vertreten sein werden. Nach aktuellem Stand (Montag, 6:20 Uhr) reicht es für die AfD nicht zu einer solchen Sitzmehrheit.


Damit stellt sich vor allem die Frage, welche anderen Mehrheiten möglich sind. In Magdeburg regiert bislang ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP. Eine Fortsetzung dieser bisherigen Koalition ist nach der aktuellen Hochrechnung ausgeschlossen.

Auch eine Regierung aus CDU, SPD und Grünen hätte demnach keine ausreichende Mehrheit.

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