Goldraub in Manching: Goldschatz-Diebe zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt
Nach dem spektakulären Raub eines Goldschatzes im bayerischen Manching hat das Landgericht Ingolstadt vier Männer zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Die Strafen für die Angeklagten aus der Region Schwerin und Berlin bewegen sich zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie elf Jahren Haft. Damit folgte das Gericht in großen Teilen dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.
Schweigen vor Gericht – trotzdem Verurteilung
Während des Prozesses machten die Angeklagten von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Ihre Verteidiger hatten auf Freisprüche plädiert. Dennoch sah die Strafkammer es bei drei der Männer als erwiesen an, dass sie in der Nacht zum 22. November 2022 das sogenannte Manchinger Keltengold aus dem örtlichen Museum entwendet hatten.
Ein 44-jähriger Angeklagter aus Schwerin wurde zwar vom Vorwurf des Museumseinbruchs freigesprochen – eine zweifelsfreie Beteiligung konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Dennoch erhielt er eine Strafe wegen mehrerer anderer Einbruchstaten.
Der Anführer der Bande
Als Haupttäter stufte das Gericht einen heute 48-jährigen Mann aus Plate bei Schwerin ein. Der Richter bezeichnete ihn als „Anführer der Gruppe“, der die Beute aus Manching verteilt und bei weiteren Taten Geldautomaten und Tresore aufgebrochen habe.
Ein Schatz von unschätzbarem Wert
Bei dem Diebstahl wurde der größte keltische Goldfund des 20. Jahrhunderts entwendet. Archäologen hatten bereits 1999 in Manching 483 Goldmünzen sowie einen sogenannten Gusskuchen bei Ausgrabungen entdeckt. Später wurde dieser Fund zum Prunkstück des neu errichteten Museums in der Stadt.
Einer der spektakulärsten Einbrüche der letzten Jahre
Der Fall gilt als einer der aufsehenerregendsten Museumseinbrüche der jüngeren deutschen Geschichte. Der Verlust des Schatzes löste bundesweit große Bestürzung aus und gilt als schwerer Schlag für die Kulturgüter Bayerns.

