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Industrie in der Krise: Metall- und Elektrobranche könnte bis zu 150.000 Arbeitsplätze verlieren

  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall geht davon aus, dass im Jahr 2026 zahlreiche Arbeitsplätze in der deutschen Metall- und Elektroindustrie verloren gehen könnten. Bis zu 150.000 Stellen könnten wegfallen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Warnung vor einer tiefen Industriekrise


Die Lage wird von Verbandsseite äußerst kritisch bewertet. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander äußerte sich dazu gegenüber der Funke-Mediengruppe sehr deutlich: "Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch."


Aus Sicht des Verbands befinde sich die Metall- und Elektroindustrie derzeit in einer außergewöhnlich schwierigen Phase. Zander bezeichnete die aktuelle Situation sogar als die schwerste Krise der Branche seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland.


Standort Deutschland unter Druck


Als zentrale Ursache nennt der Verband vor allem die hohen wirtschaftlichen Belastungen am Industriestandort Deutschland. Besonders die Kosten für Energie würden Unternehmen stark belasten. Hinzu kämen hohe Unternehmenssteuern sowie steigende Sozialabgaben. Auch umfangreiche bürokratische Vorgaben würden Investitionen erschweren.


Nach Einschätzung Zanders führe diese Kombination dazu, dass Deutschland für viele Unternehmen weniger attraktiv werde. Dadurch blieben Investitionen aus, was langfristig Arbeitsplätze gefährde.


Forderung nach politischen Reformen


Um gegenzusteuern, fordert der Arbeitgeberverband grundlegende Reformen. Dazu zählen unter anderem Änderungen im Rentensystem, etwa eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Nach Ansicht des Verbands seien solche Maßnahmen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern und die industrielle Basis zu erhalten.

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