Iran: US-Präsident Trump verlängert Ultimatum
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Donald Trump hat die ursprünglich gesetzte Frist gegenüber Iran deutlich ausgeweitet. Über seine Plattform Truth Social teilte er mit, dass mögliche militärische Maßnahmen gegen iranische Energieanlagen vorerst für fünf Tage pausieren sollen. Diese Entscheidung sei jedoch an den Verlauf aktueller Gespräche gebunden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Trump sprach von positiven Entwicklungen in den Kontakten zwischen den USA und Iran, die auf eine umfassende Entspannung abzielen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Frist bereits in der Nacht endet.
Widerspruch aus Teheran
Ganz anders stellt sich die Lage aus iranischer Sicht dar. Offizielle Stellen bestreiten, dass überhaupt Verhandlungen stattfinden. „Es gibt keine Gespräche zwischen Teheran und Washington“, hieß es laut Berichten unter Berufung auf das Außenministerium. Zudem werden Trumps Aussagen als strategisches Manöver interpretiert, mit dem Ziel, „die Energiepreise zu senken“. Mehrere staatliche Medien im Iran verbreiteten eine ähnliche Darstellung.
Heftige Reaktionen an den Märkten
Die wirtschaftlichen Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Nach der Ankündigung fiel der Ölpreis am Montag innerhalb kurzer Zeit deutlich – um mehr als zehn Prozent. Gleichzeitig reagierten die Börsen in Europa positiv: Aktienkurse legten spürbar zu, und der deutsche Leitindex konnte seine anfänglichen Verluste nicht nur ausgleichen, sondern drehte sogar ins Plus.
Strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Seit Beginn des Konflikts Ende Februar steht die Straße von Hormus unter Kontrolle iranischer Revolutionsgarden. Die wichtige Wasserstraße ist ein zentraler Knotenpunkt für den globalen Energiehandel, da ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen hier hindurchführt.


