Rücktritt der FDP-Spitze: Parteiführung zieht nach Wahldebakel Konsequenzen
- vor 18 Stunden
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Nach den enttäuschenden Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hat die Führung der FDP ihren Rückzug angekündigt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Wie Parteichef Christian Dürr auf einer Pressekonferenz mitteilte, soll die Neubesetzung des Bundesvorstands bereits auf dem Parteitag Ende Mai erfolgen – und damit früher als ursprünglich geplant. „Wir stellen uns dem Votum des Parteitags“, erklärte er.
Dürr kündigt erneute Kandidatur an
Trotz des kollektiven Rücktritts will Christian Dürr erneut für den Vorsitz kandidieren. Er betonte, dass er klare inhaltliche Vorstellungen für die zukünftige Ausrichtung der Partei habe und bereit sei, weiterhin Verantwortung zu tragen. „Ich habe eine klare Vorstellung vom Kurs der FDP.“ Ziel sei es, sich das Vertrauen der Partei neu bestätigen zu lassen.
Deutliche Verluste bei Wahlen
Die Liberalen hatten zuletzt schwere Rückschläge hinnehmen müssen: In Rheinland-Pfalz erreichte die Partei lediglich 2,1 Prozent der Stimmen, in Baden-Württemberg zwei Wochen zuvor 4,4 Prozent. In beiden Fällen blieb sie unter der entscheidenden Fünf-Prozent-Hürde und verlor damit ihre Sitze in den jeweiligen Landtagen.
Verlust politischer Bedeutung in Kernregionen
Besonders schmerzhaft ist das Ergebnis in Rheinland-Pfalz, wo die FDP zuvor Teil der Landesregierung war. Auch Baden-Württemberg gilt traditionell als Hochburg der Partei – dort war sie seit 1949 ununterbrochen im Parlament vertreten gewesen. Diese langjährige Präsenz ist nun erstmals beendet.


