Jugendliche und Social Media: Warum immer mehr 16- bis 18-Jährige auf Abstand zu großen Plattformen gehen
- Redaktion Mittagsmagazin

- 16. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Immer mehr junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren kehren den großen sozialen Netzwerken den Rücken. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Zu diesem Ergebnis kommt die Jugend-Digitalstudie 2025, die von der Postbank in Auftrag gegeben wurde. Im Vergleich zu früheren Erhebungen zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Nutzung etablierter Plattformen.
Welche Plattformen noch relevant sind
Zurzeit spielen vor allem YouTube und Instagram eine zentrale Rolle im Alltag der Jugendlichen. Jeweils 68 Prozent der Befragten nutzen diese Netzwerke, um sich zu informieren oder mit anderen auszutauschen. Vor drei Jahren lagen die Werte jedoch noch deutlich höher: bei 82 Prozent für YouTube und 77 Prozent für Instagram. Der Trend zeigt also klar nach unten.
Deutlicher Rückgang bei Messengern
Am stärksten eingebrochen ist die Nutzung von WhatsApp. Innerhalb von drei Jahren sank sie um 16 Prozentpunkte– ein bemerkenswerter Rückgang für einen Dienst, der lange als nahezu unverzichtbar galt.
Kleine Gewinner: Facebook und Pinterest
Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend verzeichnen Facebook und Pinterest leichte Zuwächse. Zwar spielen beide Plattformen weiterhin eine eher untergeordnete Rolle, dennoch scheint ihr Stellenwert bei Jugendlichen etwas zuzunehmen.
Kritischer Blick auf das eigene Verhalten
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die wachsende Selbstreflexion junger Menschen im Umgang mit sozialen Medien. Viele setzen sich bewusst mit ihrem Nutzungsverhalten auseinander. Rund 75 Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, in ihrem Freundeskreis Personen zu kennen, die sie selbst als abhängig von Social Media einschätzen.
Einordnung aus Sicht der Postbank
„Junge Menschen erkennen mittlerweile sehr klar, wie stark soziale Medien ihr Verhalten beeinflussen können. Sie reflektieren kritisch, wie intensiv sie und ihre Freunde die Plattformen nutzen. Zugleich sehen wir eine wachsende Distanz zur Nutzung von sozialen Medien“, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank.

