Junge Generation im Job: Was jungen Menschen wirklich wichtig ist
Eine aktuelle Untersuchung des IFAK Instituts im Auftrag von 1LIVE und der WDR-Verwaltungsdirektion gibt Einblicke in die Vorstellungen junger Menschen vom Berufsleben. Im Mittelpunkt stehen dabei längst nicht nur finanzielle Aspekte. Neben einer angemessenen Vergütung und einem sicheren Arbeitsplatz spielen vor allem das Arbeitsumfeld und die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Das häufig gezeichnete Bild einer Generation, die vor allem möglichst wenig arbeiten und ihre Freizeit maximieren möchte, wird durch die Ergebnisse allerdings nicht gestützt. Vielmehr zeigen die Daten, dass junge Beschäftigte durchaus Wert auf stabile und verlässliche berufliche Perspektiven legen.
Ein Drittel erlebt den Arbeitsalltag mit Unbehagen
Gleichzeitig macht die Studie auf ein ernstzunehmendes Problem aufmerksam: Ein erheblicher Teil der jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildenden fühlt sich im beruflichen Alltag offenbar nicht rundum wohl.
30 Prozent der 14- bis 34-jährigen Befragten in Deutschland geben an, mindestens einmal im Monat mit Bauchschmerzen, also einem unguten Gefühl, zur Arbeit zu gehen.
Welche Branchen besonders attraktiv sind
Bei der Frage nach den bevorzugten Berufsfeldern zeigt sich ebenfalls ein klares Interesse an Bereichen, die als stabil und langfristig zukunftsfähig gelten. Befragt wurden sowohl Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, als auch diejenigen, die noch vor ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt stehen.
Da mehrere Antworten ausgewählt werden konnten, ergibt sich ein entsprechend vielfältiges Bild. Besonders häufig genannt wurden:
Gesundheit, Soziales & Pflege: 25 Prozent
Öffentlicher Dienst & Verwaltung: 24 Prozent
Wirtschaft, Finanzen & Management: 20 Prozent
So wurde die Untersuchung durchgeführt
Für die Studie „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27“ führte das IFAK Institut im Auftrag von 1LIVE und der WDR-Verwaltungsdirektion eine bundesweite Online-Befragung durch.
Zwischen dem 5. Mai und dem 29. Juni 2026 nahmen insgesamt 2.086 deutschsprachige Personen im Alter von 14 bis 34 Jahren teil. Darunter befanden sich 461 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen. Die Ergebnisse für die Gesamtbevölkerung wurden anschließend repräsentativ gewichtet.

