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Kein Auftritt am Hockenheimring: Alphaville lehnt Wiedereinladung zum GLÜCKSGEFÜHLE-Festival ab

3. Sept.
2 Min. Lesezeit

Die deutsche Band Alphaville wird beim diesjährigen GLÜCKSGEFÜHLE-Festival am Hockenheimring nicht auf der Bühne stehen. Trotz einer erneuten Einladung durch Mitveranstalter Markus Krampe hält die Gruppe an ihrer Absage fest. Mehr dazu in den VIP-News.


Sänger Marian Gold erklärte gegenüber der dpa: „Wir nehmen die Entschuldigung und Wiedereinladung des Veranstalters Markus Krampe zur Kenntnis und hoffen, dass er von nun an die Bedeutung von Rede- und Kunstfreiheit beim GLÜCKSGEFÜHLE-Festival gebührend respektiert.“


Für die Band ist die Angelegenheit damit allerdings nicht ausgeräumt. Gold begründet die Entscheidung mit den Umständen, die im Vorfeld entstanden seien: „Ungeachtet dessen haben die vorangegangenen Äußerungen eine Atmosphäre geschaffen, in der wir von einem Auftritt absehen.“ Die für den Auftritt vereinbarte Gage soll nach Angaben der Band nun einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen.


Streit um politische Äußerungen


Ausgangspunkt des Konflikts war die zunächst angekündigte Absage des Alphaville-Auftritts. Krampe, der das Festival seit 2023 gemeinsam mit dem früheren Fußballnationalspieler Lukas Podolski veranstaltet, hatte daraufhin öffentlich um Entschuldigung gebeten.


Als Grund für die ursprüngliche Entscheidung verwies Krampe auf Reaktionen des Publikums nach einem früheren Konzert von Alphaville. Dort hatte es wegen politischer Äußerungen der Band beziehungsweise ihres Sängers Marian Gold Kritik gegeben. Nach Darstellung Krampes hätten sich zahlreiche Festivalbesucher an die Veranstalter gewandt und darum gebeten, „als Veranstalter dafür Sorge zu tragen, dass die Künstler sich auf ihre Musik fokussieren“. Man habe die Band deshalb vor dem bevorstehenden Festival noch einmal auf diese Erwartung hingewiesen.


Veranstalter beruft sich auf das Festival-Motto


Krampe betonte zugleich, dass es aus seiner Sicht nicht darum gegangen sei, die politischen Ansichten der Musiker zu bewerten oder ihnen das Recht auf eine eigene Meinung abzusprechen. „Uns geht es dabei nicht um die politische Haltung von Marian Gold oder Alphaville und auch nicht darum, jemandem seine persönliche Meinung abzusprechen“, heißt es weiter. „Es geht ausschließlich darum, welchen Rahmen wir als Veranstalter für unsere Veranstaltungen und unsere Bühnen setzen und stehen hier auch in der Verantwortung für unsere Besucher und unser Versprechen ihnen gegenüber: GOOD VIBES ONLY.“


Podolski begrüßte zunächst die Rückkehr


Auch Lukas Podolski hatte sich nach der Kehrtwende des Veranstalters öffentlich geäußert. Noch bevor Alphaville ihre endgültige Entscheidung bekanntgab, schrieb er auf Instagram: „Ich finde es gut, dass Markus die Entscheidung nochmal überdacht und klar gesagt hat, dass es ein Fehler war.“

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