Kinderwunsch von Männern: Was wirklich hinter dem Wunsch nach einer Familie steckt
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Wenn über Familiengründung gesprochen wird, richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf die Wünsche und Vorstellungen von Frauen. Dabei wird Männern nicht selten eine eher passive Haltung zugeschrieben.
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Tatsächlich beschäftigen sich jedoch auch viele Männer intensiv mit der Frage, ob sie Vater werden möchten und welche Bedeutung Kinder für ihr Leben haben.
Was Männer mit einem Kinderwunsch verbinden
Eine Untersuchung der DHGE – Dualen Hochschule Gera-Eisenach hat Männer zu ihren Einstellungen rund um Vaterschaft und Familienplanung befragt. Dabei wurden verschiedene Beweggründe sichtbar, die den Wunsch nach eigenen Kindern prägen.
Der Wunsch nach einem erfüllteren Leben
Für viele Befragte steht die Vorstellung im Vordergrund, dass Kinder dem eigenen Leben mehr Tiefe und Bedeutung verleihen können. Die Rolle als Vater wird häufig mit persönlicher Erfüllung und einem stärkeren Lebenssinn verbunden.
Glück und emotionale Bereicherung
Kinder werden von zahlreichen Männern als Quelle von Freude, Liebe und positiven Erfahrungen wahrgenommen. Die Aussicht auf gemeinsame Erlebnisse und eine enge familiäre Bindung spielt dabei eine wichtige Rolle.
Neue Perspektiven entdecken
Ein weiterer Beweggrund ist die Hoffnung, die Welt durch die Augen eines Kindes neu kennenzulernen. Viele Männer erwarten, alltägliche Dinge wieder bewusster wahrzunehmen und neue Sichtweisen auf das Leben zu gewinnen.
Spuren hinterlassen
Auch der Gedanke, etwas von sich selbst weiterzugeben, ist für manche Männer bedeutsam. Dabei geht es sowohl um die Weitergabe von Werten und Erfahrungen als auch um das Gefühl, in den eigenen Kindern fortzubestehen.
Emotionale Gründe stehen im Vordergrund
Die Ergebnisse zeigen, dass selbst Männer ohne konkreten Kinderwunsch Kinder häufig mit positiven Aspekten wie Glück, Sinn und Lebensfreude verbinden. Praktische Überlegungen, etwa eine mögliche Unterstützung im Alter, spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Damit widerspricht die Studie dem verbreiteten Klischee, Männer würden die Familiengründung vor allem aus rationalen oder zweckorientierten Gründen betrachten. Vielmehr zeigen sich ihre Motive häufig ebenso emotional geprägt wie die von Frauen.
Familienplanung ist eine gemeinsame Entscheidung
Ob sich Menschen letztlich für oder gegen Kinder entscheiden, hängt selten von einem einzelnen Faktor ab. Persönliche Vorstellungen, die Partnerschaft, berufliche Perspektiven oder finanzielle Rahmenbedingungen wirken meist zusammen. Die Untersuchung macht jedoch deutlich, dass Männer bei der Familienplanung keineswegs nur Begleiter oder Zuschauer sind, sondern eigene Wünsche, Erwartungen und Beweggründe einbringen.



