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Kindeswohlgefährdungen: Zahl der Fälle erreicht erneut einen Höchststand

13. Aug.
1 Min. Lesezeit

Die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen in Deutschland ist 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden bei rund 79.800 Kindern und Jugendlichen Anzeichen dafür festgestellt, dass ihr Wohlergehen durch Vernachlässigung oder psychische, körperliche beziehungsweise sexuelle Gewalt gefährdet war. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Damit setzte sich der Anstieg bereits zum vierten Mal in Folge fort. Gegenüber 2024 nahm die Zahl der Fälle um rund zehn Prozent zu. Seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2012 haben sich die Zahlen sogar mehr als verdoppelt.


Mehr Aufmerksamkeit könnte eine Rolle spielen


Neben einer tatsächlichen Zunahme könnten auch eine größere Aufmerksamkeit, mehr Meldungen sowie besser geschulte Fachkräfte und neue gesetzliche Regelungen zur Entwicklung beigetragen haben.


Vor allem jüngere Kinder betroffen


Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder war höchstens acht Jahre alt. In 74 Prozent der Fälle ging die Gefährdung hauptsächlich oder ausschließlich von einem Elternteil aus.


Bei den Untersuchungen der Jugendämter zeigten sich besonders häufig Hinweise auf Vernachlässigung. Sie wurden in 58 Prozent der Fälle festgestellt. An zweiter Stelle standen psychische Misshandlungen, die bei 38 Prozent der geprüften Fälle eine Rolle spielten. Die meisten Hinweise kamen von Polizei und Justiz sowie aus der Bevölkerung.

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