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Laut Medienberichten: Spahn legt Arbeit im Haushaltsausschuss vorerst nieder

vor 5 Stunden
2 Min. Lesezeit

Jens Spahn (CDU), ehemaliger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will nach Medienberichten künftig nicht mehr im Haushaltsausschuss des Bundestages mitarbeiten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


In einer Nachricht an die Unionsabgeordneten des Ausschusses begründete Spahn den Schritt mit der derzeit starken öffentlichen Aufmerksamkeit auf seine Person. „Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird“, schrieb er laut Medienberichten.


Demnach habe er sich mit dem Vorsitzenden der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darauf verständigt, zunächst andere Schwerpunkte zu setzen. Spahn wolle sich vorerst stärker um seinen Wahlkreis und seine Familie kümmern. Erst mit etwas Abstand wolle er entscheiden, wie es politisch für ihn weitergeht.


Rücktritt liegt erst wenige Monate zurück


Spahn verwies in seiner Nachricht zudem auf seinen Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Juli. Der Schritt sei noch nicht lange genug her, „um wieder voll durchzustarten, als wäre nichts gewesen.“ Erst Anfang September war Spahn Mitglied des Haushaltsausschusses geworden. Seine Abwesenheit bei einer Sitzung hatte zuletzt für Diskussionen gesorgt.


Foto sorgt für zusätzliche Debatte


Auslöser der jüngsten Kontroverse war ein von „Bild“ veröffentlichtes Foto. Es soll Spahn während einer laufenden Sitzungswoche des Bundestages mit seinem Sohn auf dem Arm auf Sardinien gezeigt haben. Die Zeitung nahm die Aufnahme später wieder aus der Veröffentlichung. Das Bild sei „in einem privaten Rahmen entstanden“. Zudem habe „Bild“ mit der Veröffentlichung „gegen „seine eigenen Regeln verstoßen“, hieß es.


Politischer Rückzug nach Kritik


Spahn war in den vergangenen Monaten wiederholt Gegenstand öffentlicher und innerparteilicher Debatten. Im Juli hatte er schließlich den Vorsitz der Unionsfraktion aufgegeben. Zuvor hatte es unter anderem erhebliche Kritik an seiner Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA gegeben. Spahn war zugleich eine zentrale Figur bei der Bildung der schwarz-roten Koalition.

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