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Laut Techniker Krankenkasse: Zahl der Hinweise auf mögliche Behandlungsfehler steigt deutlich

  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Im Jahr 2025 verzeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) so viele Hinweise auf mögliche Behandlungsfehler wie noch nie. Insgesamt wandten sich 7.540 Versicherte an die Krankenkasse, weil sie Zweifel an einer medizinischen Behandlung hatten. Gegenüber dem Vorjahr, in dem etwa 6.500 Verdachtsfälle gemeldet wurden, entspricht dies einem Anstieg von 14 Prozent. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Jeder dritte Verdacht bestätigt sich


Die Auswertung der gemeldeten Fälle zeigte, dass sich etwa ein Drittel der Verdachtsmeldungen bestätigte. In diesen Fällen konnten die auf Medizinrecht spezialisierten Fachkräfte weitere rechtliche Schritte einleiten. Gleichzeitig geht die TK davon aus, dass die tatsächliche Zahl fehlerhafter Behandlungen deutlich höher liegt als die offiziell erfassten Fälle vermuten lassen.


Forderung nach mehr Transparenz


Angesichts der Entwicklung sieht die Krankenkasse Handlungsbedarf. Der Vorstandsvorsitzende Jens Baas betonte: "Wir müssen dringend die Weichen dafür stellen, dass die unentdeckten Behandlungsfehler besser ermittelt werden können."


Außerdem kritisierte er den bisherigen Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen. Nach seiner Einschätzung würden Fehlleistungen häufig verschwiegen oder heruntergespielt, obwohl sie wichtige Hinweise für Verbesserungen liefern könnten.


Versicherte erhalten oft keine ausreichenden Informationen


Auch aus Sicht der Experten besteht Reformbedarf. TK-Behandlungsfehler-Experte Jonas Petersen erklärte: "Selbst wenn wir in den Abrechnungsdaten klare Hinweise auf Behandlungsfehler sehen, dürfen wir die Versicherten aufgrund der aktuellen Gesetze nicht darauf hinweisen. Solche Hinweise sind aber notwendig, um die Position der Versicherten zu stärken. Zudem ist vielen nicht bekannt, an wen sie sich wenden können und dass die Krankenkasse sie in bestimmten Konstellationen mit kostenlosen Gutachten unterstützen kann."


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