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DHL fordert Reformen: Schwere Pakete sollen künftig zu zweit zugestellt werden

  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Ausgerechnet der größte Anbieter auf dem deutschen Paketmarkt setzt sich für schärfere gesetzliche Vorgaben ein. Nach Ansicht der DHL sollten besonders schwere Sendungen künftig nicht mehr von einer einzelnen Person ausgeliefert werden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nikola Hagleitner, die bei DHL das deutsche Brief- und Paketgeschäft verantwortet, fordert eine Anpassung der bestehenden Regelungen. „Pakete, die schwerer sind als 23 Kilo, sollten nur noch von zwei Menschen zugestellt werden dürfen“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.


Rückenbelastung als Hauptargument


Aus Sicht des Unternehmens steht dabei vor allem der Schutz der Beschäftigten im Mittelpunkt. Hagleitner verweist auf die körperliche Belastung, die beim Transport schwerer Pakete entsteht: „Wenn nur ein Mensch zustellt, kann das schlecht für den Rücken sein.“


Konkurrenz lehnt niedrigere Gewichtsgrenze ab


Bei anderen Paketdienstleistern stößt der Vorschlag auf deutliche Kritik. Der Branchenverband BPEX, der unter anderem die Interessen von Hermes, GLS und DPD vertritt, spricht sich gegen eine Absenkung der derzeit geltenden Obergrenze von 31,5 Kilogramm aus. Nach Einschätzung des Verbandes wären Grenzwerte von 20 oder 23 Kilogramm nicht sachlich begründet. Stattdessen heißt es: „Wir plädieren dafür, dass eine professionelle Paketkarre bei der Zustellung eines schweren Pakets eingesetzt werden sollte.“


ver.di fordert gesetzliche Änderungen


Unterstützung erhält DHL hingegen von der Gewerkschaft ver.di. Diese setzt sich bereits seit längerer Zeit für eine maximale Last von 20 Kilogramm pro Zusteller ohne Ausnahmeregelungen ein. Gleichzeitig fordert sie die Politik zum Handeln auf. Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende von ver.di, erklärt: „Es wird Zeit, dass die Bundesregierung aktiv wird und einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringt.“

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