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Länger leben: So verjüngen Granatäpfel unser Immunsystem

  • vor 5 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ein spezieller Wirkstoff aus Granatäpfeln kann offenbar das Immunsystem von Erwachsenen mittleren Alters wieder auf ein jüngeres Niveau bringen. Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.


Was mit dem Immunsystem im Alter passiert


Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems ab. Besonders betroffen ist die Anpassungsfähigkeit: Die Zahl der sogenannten naiven T-Zellen, die auf neue Krankheitserreger reagieren, sinkt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Gedächtnis- und chronisch aktivierten Immunzellen.


Dieser Prozess, Fachleuten als Immunalterung bekannt, führt zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte und zu chronischen Entzündungen. Lange galt dieser Rückgang als unumkehrbar – doch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass es auch anders gehen könnte.


Urolithin A: ein natürlicher Jungbrunnen für Immunzellen


Der Schlüssel scheint ein Naturstoff zu sein, der in Granatäpfeln vorkommt: Urolithin A (UA). Dieser Stoff aktiviert die sogenannte Mitophagie, einen zellbiologischen Reinigungsprozess, der die Mitochondrien – die „Kraftwerke“ der Zellen – erneuert.


Tier- und Laborstudien hatten bereits gezeigt, dass UA die Zahl der jungen T-Zellen und langlebigen, tumorbekämpfenden Immunzellen steigern kann. Forschende am Georg-Speyer-Haus und der Universitätsmedizin Frankfurt konnten diese Wirkung nun erstmals auch beim Menschen bestätigen.


Die Studie: neue Erkenntnisse am Menschen


In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen 50 gesunde Erwachsene mittleren Alters über vier Wochen täglich entweder 1.000 Milligramm Urolithin A oder ein Placebo ein.


Die Ergebnisse waren beeindruckend: Bei den Teilnehmenden, die UA erhielten, stieg die Zahl der naiven T-Zellen deutlich an. Das bedeutet, ihr Vorrat an „jungen“ Immunzellen wurde effektiv aufgefüllt. Auch andere wichtige Immunzellen profitierten, und die Fähigkeit des Körpers, Bakterien zu bekämpfen, verbesserte sich spürbar. Das Immunsystem zeigte insgesamt eine jüngere, leistungsfähigere Reaktion auf neue Herausforderungen – vergleichbar mit der Funktion in jüngeren Jahren.

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