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Margot Friedländer geehrt: Berliner Platz erinnert künftig an Holocaust-Überlebende

  • 7. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Die Stadt Berlin erinnert künftig dauerhaft an Margot Friedländer: Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus trägt ein bisher namenloser Platz nun ihren Namen. Mit dieser Entscheidung setzen Senat, Parlament und der Bezirk Mitte ein Zeichen des Gedenkens und der Anerkennung. Mehr dazu jetzt in den "Good News".


Ein Leben zwischen Verfolgung und Neubeginn


Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Friedländer als Jüdin in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus, ehe sie viele Jahrzehnte später – im Alter von 88 Jahren – nach Berlin zurückkehrte. Besonders bekannt wurde sie durch ihren eindringlichen Appell: „Seid Menschen!“


Platz vor dem Parlament erhält neuen Namen


Der neu benannte Ort befindet sich direkt vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. Dessen Präsidentin Cornelia Seibelderklärte, der Name stehe sinnbildlich für Zivilcourage, Mitgefühl und Standhaftigkeit. „Ihre Mission war klar, für die zu sprechen, die nicht mehr sprechen konnten. Sie tat das unermüdlich, vor allem für junge Menschen“, sagte Seibeld. „Mit großer Klarheit und leiser Stimme erzählte sie, was geschehen war.“


Politik erinnert an ihre Botschaft


Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner würdigte Friedländers Haltung und ihren Einsatz gegen das Vergessen. Nach seinen Worten habe sie stets an Humanität und Toleranz geglaubt und zugleich früh vor Gefahren für Demokratie und Gesellschaft gewarnt. „Margot Friedländer hielt den Blick stets auf das Gute gerichtet. Sie vertraute auf Humanität und Toleranz“, sagte Wegner.


Mit Blick auf zunehmenden Antisemitismus betonte er zudem die Verantwortung, ihre Bildungs- und Erinnerungsarbeit fortzuführen: „Deshalb ist es unsere Pflicht, Margot Friedländers aufklärerisches Wirken mit ganzer Kraft fortzusetzen.“


Margot Friedländer starb am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren.

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