Mutpost startet: Digitale Briefe sollen Menschen mit Suizidgedanken Hoffnung und Halt geben
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Seit Mittwoch ist eine besondere Online-Initiative freigeschaltet: Unter dem Titel "Mutpost" bietet das Werner-Felber-Institut für Suizidprävention in Dresden nun eine Plattform an, auf der Menschen anonym unterstützende Briefe verfassen können. Ziel ist es, Personen in seelischen Krisen zu erreichen und ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Mehr dazu in den "Good News".
Anonym, geprüft und verantwortungsvoll begleitet
Die eingereichten Texte erscheinen nicht ungefiltert. Fachkräfte mit ausgewiesener Expertise im Bereich Suizidalität prüfen die Inhalte sorgfältig, bevor sie veröffentlicht werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Botschaften sensibel und hilfreich sind.
Ergänzend stellt die Seite eine Sammlung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten bereit. Für akute Notlagen steht zudem ein deutlich sichtbarer Soforthilfe-Button zur Verfügung, der schnelle Unterstützung ermöglicht.
Inspiration aus Großbritannien
Konzeptionell lehnt sich das Dresdner Projekt an die britische Initiative "Reasons to Stay" an. Auf dieser Webseite werden ebenfalls anonyme Briefe veröffentlicht. Bei jedem Besuch erscheint automatisch ein neuer, zufällig ausgewählter Text, der Menschen in belastenden Situationen Hoffnung geben soll.
Ins Leben gerufen wurde das britische Angebot von Ben West. Er gründete die Plattform im Gedenken an seinen Bruder, der im Alter von 15 Jahren Suizid beging.

