Meerenge: Erste Maut-Einnahmen durch Straße von Hormus
- vor 2 Tagen
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Die Bemühungen um neue Gespräche im Iran-Konflikt kommen nur schleppend voran. Gleichzeitig belastet die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus weiterhin den globalen Handel erheblich. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Mehrere Staaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, versuchen laut „Wall Street Journal“, ein erneutes Treffen zwischen Washington und Teheran auf den Weg zu bringen. Voraussetzung für eine Waffenruhe ist aus Sicht des US-Präsidenten die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Meerenge, die derzeit größtenteils durch den Iran blockiert wird. Dennoch bleibt die bestehende Seeblockade bestehen, die sich gegen Schiffe richtet, die iranische Häfen anlaufen oder von dort aus starten.
Weitere Beschlagnahmung auf See
Im Zuge der verschärften Maßnahmen hat die US-Regierung erneut ein Schiff festgesetzt. Ein Tanker mit dem Namen „Majestic X“, dem Verbindungen zum Transport iranischen Öls nachgesagt werden, wurde im Indischen Ozean gestoppt. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass das Militär die Kontrolle über das Schiff übernommen hat.
Iran demonstriert Machtanspruch
Teheran bekräftigt weiterhin seinen Anspruch auf die Kontrolle der Meerenge. Am Donnerstag veröffentlichte das staatliche Fernsehen ein Video, das angeblich zeigt, wie iranische Spezialeinheiten ein Frachtschiff übernehmen. Die Aufnahmen, unkommentiert und mit dramatischer Musik versehen, zeigen außerdem ein weiteres Schiff. Nach iranischen Angaben wurden beide Schiffe bereits am Mittwoch aufgebracht, da sie die Passage ohne Genehmigung genutzt haben sollen.
Militärische Drohkulisse wächst
Auch militärisch verschärft sich die Lage weiter. US-Präsident Donald Trump ordnete an, entschieden gegen mögliche Bedrohungen durch Seeminen vorzugehen. Auf Truth Social erklärte er, die Marine solle Schiffe angreifen und versenken, die Minen in der Straße von Hormus platzieren.
Die Beseitigung solcher Minen könnte sich allerdings hinziehen. Nach Einschätzung des US-Militärs könnte die Räumung mehrere Monate in Anspruch nehmen. Eine Analyse des Pentagons, über die am Mittwoch die „Washington Post“ berichtete, geht davon aus, dass es bis zu sechs Monate dauern könnte, bis alle vom Iran verlegten Minen entfernt sind.


