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Mehr Betrug bei Führerscheinprüfungen: Organisierte Täuschungsversuche nehmen weiter zu

  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit insgesamt 4.239 Täuschungsversuche bei theoretischen Führerscheinprüfungen erfasst. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen – 2024 waren es noch 4.198 Fälle. Diese Daten stammen aus aktuellen Auswertungen des TÜV-Verbands. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Professionelle Strukturen auf dem Vormarsch


Auffällig ist, dass hinter vielen dieser Fälle zunehmend organisierte Gruppen stehen. Bereits mehr als die Hälfte aller Täuschungsversuche (53 Prozent) wird professionell geplant und durchgeführt. Häufig kommen dabei unauffällige technische Hilfsmittel wie kaum sichtbare Mini-Kopfhörer zum Einsatz.


Besonders betroffen: Pkw-Führerschein


Der Großteil der Betrugsfälle betrifft die Führerscheinprüfung der Klasse B: Rund 96 Prozent aller Täuschungsversuche entfallen auf diesen Bereich.„Organisierter Prüfungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis und Verkehrssicherheit beim Tüv-Verband. Der Verband spricht sich daher für strengere Maßnahmen aus und fordert, dass organisierte Täuschung künftig als Straftat eingestuft wird.


Regionale Unterschiede deutlich sichtbar


Ein Blick auf die Bundesländer zeigt erhebliche Unterschiede:Die meisten Fälle wurden in Nordrhein-Westfalen registriert. Dort kam es zu 1.378 Täuschungsversuchen bei insgesamt 463.742 Prüfungen. Am anderen Ende der Skala liegen das Saarland mit 19 Fällen sowie Mecklenburg-Vorpommern mit 23 registrierten Verstößen.


Leichter Rückgang im Norden


In Schleswig-Holstein ist hingegen ein leichter Rückgang zu beobachten. Dort wurden 135 Täuschungsversuche bei 67.327 Theorieprüfungen festgestellt, was einer Quote von etwa 0,2 Prozent entspricht. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 141 Fällen.

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