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Mehrkosten für Familien: Regierung prüft Ende der kostenlosen Mitversicherung in Kranken- und Pflegeversicherung

  • vor 22 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Für zahlreiche Haushalte in Deutschland könnten sich die Ausgaben für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in Zukunft erhöhen. Hintergrund sind Überlegungen innerhalb der Bundesregierung, die bisher kostenfreie Mitversicherung von Ehepartner:innen zu beenden. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“, der sich auf Kreise der Koalition stützt, wird dieses Modell derzeit intern diskutiert. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Geplante Beitragsstruktur


Sollte die Reform umgesetzt werden, müssten bislang beitragsfrei Mitversicherte künftig selbst zahlen. Im Gespräch ist ein monatlicher Mindestbeitrag von insgesamt rund 225 Euro. Dieser würde sich aus etwa 200 Euro für die Krankenversicherung und zusätzlichen 25 Euro für die Pflegeversicherung zusammensetzen. Bestimmte Personengruppen könnten jedoch weiterhin entlastet werden: Vorgesehen sind Ausnahmen unter anderem für Menschen mit kleinen Kindern unter sechs Jahren sowie für Personen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen.


Teil umfassender Reformpläne


Die mögliche Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung gilt als ein wichtiger Bestandteil geplanter Veränderungen im Gesundheits- und Pflegesystem. Dem Bericht zufolge könnte diese Maßnahme die finanziellen Belastungen der Versicherungen um mehrere Milliarden Euro jährlich reduzieren. Gleichzeitig soll sie einen stärkeren Anreiz schaffen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.


Noch keine endgültige Entscheidung


Eine abschließende Entscheidung steht allerdings noch aus. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) äußerte sich auf Anfrage nicht konkret zu den Plänen. Ihr Ministerium verwies darauf, dass zunächst die Ergebnisse der Finanzkommission Gesundheit abgewartet werden sollen, die ihre Vorschläge in der kommenden Woche präsentieren will.


Kritik aus der Versicherungsbranche


Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sieht die Situation anders: Aus seiner Sicht liegt das Hauptproblem nicht auf der Einnahmenseite, sondern bei den steigenden Ausgaben.

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