Nachtarbeit in Deutschland: Fast 4 Millionen Beschäftigte arbeiten regelmäßig zwischen 23 und 6 Uhr
- vor 22 Stunden
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Im Jahr 2024 waren in Deutschland rund vier Millionen Menschen zumindest zeitweise nachts beruflich tätig. Damit arbeitete etwa jeder elfte Erwerbstätige zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Grundlage hierfür sind Daten des Mikrozensus, veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt. Insgesamt gab es 42,6 Millionen Erwerbstätige, von denen 9,3 Prozent Nachtarbeit leisteten.
Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Ein deutlicher Unterschied zeigt sich beim Geschlechtervergleich: Männer sind wesentlich häufiger in Nachtarbeit eingebunden als Frauen. Während 11,7 Prozent der männlichen Erwerbstätigen nachts arbeiteten, lag der Anteil bei Frauen lediglich bei 6,5 Prozent.
Altersgruppen im Vergleich
Auch das Alter spielt eine Rolle. Besonders verbreitet ist Nachtarbeit bei jüngeren Beschäftigten bis 34 Jahre sowie bei Personen im Alter von 35 bis 54 Jahren. In diesen Gruppen liegt der Anteil jeweils bei über neun Prozent. Dagegen sind ältere Erwerbstätige ab 55 Jahren seltener nachts tätig, ihr Anteil beträgt nur 7,4 Prozent.
Branchen mit besonders viel Nachtarbeit
Je nach Wirtschaftszweig fällt der Anteil an Nachtarbeit sehr unterschiedlich aus. Besonders hoch ist er in der Luftfahrt, wo fast die Hälfte der Beschäftigten nachts arbeitet. Auch in Sicherheitsdiensten und Detekteien sowie in der Metallverarbeitung ist Nachtarbeit stark verbreitet. Weitere Branchen mit überdurchschnittlichen Werten sind Logistik und Verkehrsdienstleistungen, das Gesundheitswesen sowie die Gastronomie.
Bereiche mit geringer Nachtarbeit
In einigen Tätigkeitsfeldern spielt Nachtarbeit dagegen kaum eine Rolle. Besonders selten kommt sie im Baugewerbe vor, etwa bei vorbereitenden Baustellenarbeiten oder Installationen. Auch in IT-Dienstleistungen sowie im Bereich Bildung und Unterricht arbeiten vergleichsweise wenige Menschen nachts.


