Morgendliche Nähe: Warum Kinder die ersten Minuten des Tages unsere Aufmerksamkeit brauchen
- vor 1 Tag
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Abends begleiten wir unsere Kinder beim Einschlafen oft routiniert – egal ob 10, 30 oder 60 Minuten. Morgens sieht der Alltag häufig anders aus.
Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.
Wer nicht im Familienbett schläft, wacht meist getrennt vom Kind auf. Oft sind die Eltern bereits im Stress, müssen sich für die Arbeit fertig machen, und die gemeinsame Zeit zu Beginn des Tages ist knapp. Dabei ist genau diese Aufmerksamkeit für Kinder nachweislich wichtig.
Was bedeutet Aufwachbegleitung?
Aufwachbegleitung heißt schlicht: dem Kind beim Aufwachen nahe sein. Idealerweise ist man schon präsent, wenn es unruhig wird und die Augen öffnet. Babys und Kleinkinder erleben das Aufwachen ähnlich sensibel wie das Einschlafen. Übergänge fallen ihnen schwer, und deshalb ist es wichtig, sie sanft in den neuen Tag zu begleiten. Die ersten Minuten des Tages bieten Sicherheit und Stabilität und können maßgeblich beeinflussen, wie entspannt ein Kind in den Morgen startet.
So kann man den Morgen gestalten
Wenn es der Tagesablauf zulässt, lohnt es sich, dem Kind morgens für eine Weile nahe zu sein, auch wenn es nicht im Familienbett schläft. Je nach Alter und Stimmung kann die reine Anwesenheit der Eltern schon genügen, oder das Kind möchte erzählen, was es geträumt hat, oder eine Geschichte hören. Schlafberaterinnen empfehlen sogar, beim Anziehen unter der Bettdecke zu helfen, sodass die Kinder die Nähe und Geborgenheit direkt in den Tag mitnehmen.
Wie viel Nähe braucht mein Kind?
Der Bedarf ist sehr individuell. Manche Kinder zeigen morgens deutlicher, dass sie mehr Begleitung brauchen: Sie sind quengelig, gereizt oder reagieren weniger auf die Eltern. Auch der Tag davor spielt eine Rolle – war er aufregend, stressig oder waren die Eltern längere Zeit getrennt? Eine unruhige Nacht, Albträume oder Krankheit erhöhen ebenfalls den Wunsch nach Nähe.
Wer morgens ein wenig Zeit für Zuwendung einplant, stärkt nicht nur das Gefühl von Sicherheit und Bindung, sondern kann auch den Abend positiv beeinflussen. Kinder, die gut in den Tag starten, schlafen oft entspannter ein – ein Gewinn für beide Seiten.



