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Ozonloch schrumpft: Die Ozonschicht über der Antarktis zeigt Zeichen der Erholung

vor 4 Tagen
1 Min. Lesezeit

Über der Antarktis hat sich das Ozonloch im vergangenen Jahr deutlich weniger stark ausgeprägt als üblich. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) waren sowohl seine Fläche als auch seine Tiefe ungewöhnlich gering. Beide Werte lagen sogar unter dem Mittelwert des Zeitraums von 1990 bis 2010. Mehr dazu in den Klima-News.


Die Entwicklung wird von der WMO als wichtiger Erfolg beim Schutz der Umwelt bewertet. WMO-Chefin Celeste Saulo sagte dazu: „wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird.“


Positive Entwicklung auch in der Arktis


Nicht nur am Südpol gibt es Anzeichen für eine langfristige Stabilisierung. Auch in der Arktis zeigt der Trend nach Angaben der WMO grundsätzlich in Richtung einer Erholung der Ozonschicht.


Paolo Laj, der das WMO-Programm für atmosphärische Beobachtungen leitet, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die Ozonkonzentration 2025 über Teilen der Nordhalbkugel dennoch zurückgegangen sei. Verantwortlich dafür seien demnach vor allem unterschiedliche meteorologische Bedingungen.


Mehr UV-Strahlung trotz Erholung


Die positive Entwicklung beim Ozon bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Belastung durch ultraviolette Strahlung überall zurückgeht. In einigen europäischen Regionen ist die UV-Strahlung seit der Mitte der 1990er Jahre sogar um bis zu 20 Prozent gestiegen.


Als wesentlichen Grund nennt die Weltwetterorganisation eine abnehmende Bewölkung. Dadurch scheint häufiger die Sonne, wodurch Menschen stärkerer UV-Strahlung ausgesetzt sind.


Für die Bevölkerung in den betroffenen Regionen bleibt deshalb ein ausreichender UV-Schutz besonders wichtig.

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