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Sommer 2026: Klimawandel könnte mehr als 50.000 Menschen das Leben gekostet haben

vor 2 Tagen
1 Min. Lesezeit

Die extreme Hitze des Sommers 2026 hatte in europäischen Ballungsräumen gravierende Folgen für die Gesundheit. Nach Berechnungen eines britischen Forschungsteams starben mehr als 50.000 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen. Damit könnte die Zahl der hitzebedingten Todesfälle einen neuen Höchststand erreicht haben. Mehr dazu in den Klima-News.


Den Ergebnissen zufolge wäre ein erheblicher Anteil dieser Opfer ohne die menschengemachte Erderwärmung vermutlich nicht zu beklagen gewesen: Rund zwei Drittel der Todesfälle werden mit dem anthropogenen Klimawandel in Verbindung gebracht.


Umfangreiche Datenbasis aus Europa


Für die Untersuchung werteten die Forschenden Informationen aus mehr als 850 Städten und städtischen Gebieten aus. Berücksichtigt wurden Regionen innerhalb der Europäischen Union sowie in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Zusammengenommen machen diese Gebiete rund 40 Prozent der Bevölkerung der untersuchten Länder aus.


Berechnung anhand historischer Vergleichswerte


Die Grundlage der Analyse bildete ein statistisches Verfahren, das Fachleute des Imperial College London und der London School of Hygiene & Tropical Medicine entwickelt hatten. Dabei nutzten sie historische Daten zu hitzebedingten Todesfällen, die bis ins Jahr 2000 zurückreichen. Die daraus abgeleiteten Berechnungen wurden anschließend mit den tatsächlich erfassten Sterblichkeitszahlen abgeglichen.


Wie groß ist der Einfluss des Klimawandels?


Um den Anteil der Erderwärmung an der Sterblichkeit zu bestimmen, berechnete das Team zusätzlich ein hypothetisches Szenario: Wie viele Menschen wären unter vergleichbaren Bedingungen gestorben, wenn die menschengemachte Klimaerwärmung ausgeblieben wäre?


Der Vergleich dieses Modells mit der geschätzten tatsächlichen Zahl der Hitzetoten ermöglicht es, die zusätzliche Sterblichkeit durch den Klimawandel abzuschätzen. Im Mittelpunkt steht dabei der Einfluss der Erwärmung, die durch menschliche Treibhausgasemissionen verstärkt wird.

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