Rechtliche Schritte: UEFA erhöht den Druck auf FIFA-Präsident Infantino
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Nach dem überraschenden Aus für das umstrittene Investorenprojekt von Gianni Infantino wächst der Widerstand gegen den FIFA-Präsidenten. Vor allem aus Europa kommt zunehmend Kritik: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Druck auf den Schweizer Funktionär deutlich erhöht und sogar mögliche juristische Schritte angedeutet. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Nach Informationen von „Telegraph“ und „Financial Times“ fordert die UEFA Infantino dazu auf, sämtliche Unterlagen und Daten rund um das inzwischen gestoppte Vorhaben zu bewahren. Der europäische Verband sieht offenbar Anlass zur Sorge, dass wichtige Informationen verschwinden könnten.
UEFA fordert Sicherung aller Unterlagen
Im Mittelpunkt des Konflikts steht der Verdacht möglicher Unregelmäßigkeiten rund um die geplante Vereinbarung mit Investoren. Die UEFA verlangt deshalb, dass sämtliche relevanten Dokumente und digitale Informationen gesichert werden. Die Europäische Fußball-Union formulierte ihre Forderung deutlich: „Sie und die FIFA sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der FIFA befinden“ Damit erhöht der europäische Dachverband den Druck auf die FIFA-Führung und stellt die Zusammenarbeit mit der aktuellen Verbandsspitze infrage.
Unterstützung für Infantinos Wiederwahl bröckelt
Auch auf politischer Ebene verliert Infantino offenbar Rückhalt. Mehrere europäische Verbände distanzieren sich zunehmend von seiner geplanten Kandidatur für eine weitere Amtszeit im Jahr 2027. Wales war der erste nationale Fußballverband, der seine Unterstützung öffentlich zurückzog. Medienberichten zufolge prüft auch England einen ähnlichen Schritt und bereitet ein entsprechendes Schreiben an die FIFA vor. Serbien soll seine Erklärung bereits vorbereitet haben.
Frühere Zusagen werden überprüft
Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, weil viele Verbände Infantino noch im Umfeld der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ihre Unterstützung zugesichert hatten. Mehr als 200 FIFA-Mitgliedsländer hatten damals signalisiert, den Schweizer beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 in Rabat (Marokko) erneut unterstützen zu wollen. Deutschland gehörte jedoch nicht zu diesen Verbänden. Der DFB war einer der wenigen Mitgliedsverbände, die keine entsprechende Zusage für Infantinos Wiederwahl abgegeben hatten.

