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Regionalklassen neu berechnet: So verändert sich die Einstufung für Millionen Autofahrer

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Wer in welcher Region wohnt, kann Einfluss darauf haben, wie viel für die Kfz-Versicherung bezahlt werden muss. Ein wichtiger Faktor ist dabei die sogenannte Regionalklasse. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Einstufungen nun erneut anhand der Schadenentwicklung in den einzelnen Zulassungsbezirken vorgenommen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Stadt nicht automatisch gleich höheres Unfallrisiko


Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Stadt und Land. In vielen Großstädten fällt die Schadenbilanz ungünstiger aus als in ländlichen Gebieten. Eine einfache Regel nach dem Motto „Je größer die Stadt, desto höher die Schadenklasse“ gibt es allerdings nicht.


So landen Berlin und das wesentlich kleinere Offenbach beide in der höchsten Regionalklasse 12. Hamburg und München, die zweit- beziehungsweise drittgrößten Städte Deutschlands, werden dagegen der Regionalklasse 10 zugeordnet. Welche konkreten Ursachen hinter den regionalen Unterschieden bei den Schäden stehen, erläutert der GDV nicht.


Bayern mit besonders vielen Veränderungen


Ein Blick auf Bayern zeigt, wie unterschiedlich sich die neue Einstufung auswirken kann. Mit 97 Zulassungsbezirken verfügt der Freistaat über mehr entsprechende Bezirke als jedes andere Bundesland.


Für viele Autofahrer fällt die neue Bewertung dort positiv aus. Rund 1,5 Millionen Menschen profitieren von einer besseren Einstufung. Dem stehen etwa 350.000 Autofahrer gegenüber, deren Regionalklasse schlechter ausfällt.


Für viele bleibt alles beim Alten


Bundesweit ergibt sich ein gemischtes Bild: 5,2 Millionen Autofahrer in 63 Zulassungsbezirken werden künftig einer günstigeren Regionalklasse zugeordnet. Für 4,8 Millionen Menschen in 46 Bezirken verschlechtert sich die Einstufung. Bei rund 32 Millionen Autofahrer in 304 Zulassungsbezirken bleibt die bisherige Regionalklasse bestehen.


Neue Einstufung nicht gleich höherer Beitrag


Wer wissen möchte, ob sich die Einstufung am eigenen Wohnort verändert hat, kann dies online beim GDV überprüfen. Die Regionalklasse allein legt allerdings noch nicht fest, wie hoch der Versicherungsbeitrag tatsächlich ausfällt.

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