Solidarität mit Macklemore: Support-Acts verlassen Ed-Sheeran-Tour
Die noch verbliebenen Acts der aktuellen US-Tour von Ed Sheeran haben ihren Rückzug angekündigt. Hintergrund ist der Ausschluss des US-Rappers Macklemore. Die irischen Musiker Aaron Rowe und Beoga, die dänische Gruppe Lukas Graham sowie Finneas, der Bruder von Billie Eilish, erklärten über soziale Medien, aus Solidarität mit Macklemore nicht mehr an der Tour teilnehmen zu wollen. Mehr dazu in den VIP-News.
Für Sheeran bedeutet das, dass er seine noch anstehenden Konzerte ohne die bislang eingeplanten Musiker bestreiten muss.
Streit um Macklemores Auftritt
Macklemore war zuvor aus dem Tourprogramm genommen worden. Auslöser war unter anderem ein Auftritt, bei dem der Rapper während eines Konzerts „Free Palestine“ rief. Sheeran äußerte sich anschließend auf Instagram zu der Entscheidung. Nach seinen Angaben sei der Schritt nicht von ihm selbst ausgegangen. Vielmehr hätten die Veranstalter ihn getroffen, nachdem Konzertorte signalisiert hätten, die geplanten Veranstaltungen abzusagen, falls Macklemore weiterhin auftreten sollte.
Wer ursprünglich dabei sein sollte
Macklemore war für acht der zehn noch ausstehenden Termine von Sheerans US-Stadiontour eingeplant. Nach seinem Ausschluss sollte Aaron Rowe bei den verbleibenden Konzerten als Ersatz auftreten. Beoga war als Tourband an Sheerans Seite vorgesehen. Auch für die spätere Südamerika-Tour war bereits Unterstützung organisiert: Finneas sollte den britischen Sänger dort begleiten.
Sheeran sieht Entscheidung als endgültig an
Noch bevor die übrigen Musiker ihren Rückzug bekannt gaben, hatte Sheeran erklärt, er habe nach einer Lösung gesucht, mit der alle Beteiligten hätten leben können. Die Organisatoren hätten ihre Entscheidung jedoch nicht mehr ändern wollen. „Ich würde niemals die Fans enttäuschen, die bereits Pläne gemacht hatten, noch würde ich die Tour-Crew sowie die anderen Support-Acts und Musiker im Stich lassen, die auf mich angewiesen sind, um Arbeit zu haben und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“
Sheeran äußert sich nicht öffentlich zum Konflikt
Zu seinen persönlichen Einstellungen zum Krieg äußerte sich der Sänger ebenfalls. Er erklärte, selbst eine Meinung zu dem „verheerenden Konflikt“ zu haben, diese jedoch nicht öffentlich diskutieren zu wollen. Als Begründung verwies Sheeran darauf, dass sein Publikum bei seinen Konzerten kein politisches Forum erwarte. Gleichzeitig betonte er, dass er Macklemores Bereitschaft respektiere, öffentlich für seine Überzeugungen einzustehen. Sheeran machte zudem deutlich, dass Menschen unterschiedliche Wege verfolgen könnten, um dasselbe übergeordnete Ziel zu erreichen: Frieden.

