Sonnenbrand bei Kindern: Was tun – und wie lässt er sich vermeiden?
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Auch wenn ihr sorgfältig eincremt, kann es im Sommer schnell passieren: Die empfindliche Haut von Babys und Kleinkindern reagiert besonders stark auf UV-Strahlung.
Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.
In solchen Fällen ist schnelles Handeln gefragt – noch wichtiger ist aber eine gute Vorbeugung.
Woran erkennt man einen Sonnenbrand bei Babys und Kindern?
Ein Sonnenbrand (medizinisch auch UV-Erythem oder Dermatitis solaris) zeigt sich meist durch deutlich sichtbare Hautveränderungen und Unwohlsein.
Typische Anzeichen können sein:
gespannte, empfindliche Haut
Rötungen der betroffenen Stellen
Schmerzen bei Berührung
Juckreiz oder brennendes Gefühl
Überwärmung der Haut
Bläschenbildung in stärkeren Fällen
mögliche Schwellungen
In schweren Fällen können zusätzlich Fieber, großflächige Schwellungen oder Blasen auftreten. Bleibt ein Kind längere Zeit ungeschützt in der Sonne, steigt das Risiko deutlich.
Achtung: Treten Symptome wie Erbrechen, ein stark geröteter Kopf oder auffällige Müdigkeit auf, kann auch ein Hitzeschaden oder Sonnenstich vorliegen. Bei Bewusstlosigkeit handelt es sich um einen medizinischen Notfall – dann sollte sofort ärztliche Hilfe geholt werden.
Erste Hilfe: Was hilft bei Sonnenbrand?
Sobald ein Sonnenbrand festgestellt wird, sollte direkte Sonne konsequent gemieden werden – idealerweise über mehrere Tage.
Zur Linderung können folgende Maßnahmen helfen:
betroffene Haut kühlen (z. B. mit feuchten Umschlägen)
ausreichend Flüssigkeit geben, um den Körper zu unterstützen
kühlende Gele mit Aloe Vera oder Kamille aus der Apotheke verwenden
luftige, weiche Kleidung tragen lassen
Bewährt sind auch lauwarme oder kühle Umschläge, etwa mit Kamillentee oder Quark.
Vorsicht bei Eis: Zu starke Kälte kann die Haut zusätzlich reizen oder sogar zu kleinen Verletzungen führen. Auch Hausmittel wie Öl, Puder oder Mehl sind ungeeignet, da sie die Haut eher belasten können.
Warum Kinderhaut so empfindlich ist
Die Haut von Babys und Kleinkindern besitzt noch keinen stabilen Eigenschutz gegen UV-Strahlung. Dieser entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter.
Die Reaktion auf Sonne hängt stark vom Hauttyp ab. Grundsätzlich gilt: Je weniger Melanin (Hautfarbstoff) gebildet wird, desto schneller entsteht ein Sonnenbrand.
Zur Orientierung werden sechs Hauttypen unterschieden:
Hauttyp 1: sehr helle Haut, reagiert extrem schnell mit Rötung (oft nach wenigen Minuten)
Hauttyp 2: helle Haut, bräunt kaum und verbrennt schnell
Hauttyp 3: mittlere Haut, bräunt moderat und verbrennt langsamer
Hauttyp 4: eher olivfarbener Teint, gute Bräunung, selten Sonnenbrand
Hauttyp 5: dunklere Haut, sehr geringe Sonnenempfindlichkeit
Hauttyp 6: sehr dunkle Haut, höchste natürliche UV-Toleranz
Der Sonnenbrand erreicht seinen Höhepunkt meist erst nach etwa ein bis eineinhalb Tagen und klingt danach innerhalb weniger Tage wieder ab.
So beugt ihr Sonnenbrand zuverlässig vor
Damit es gar nicht erst zu Hautschäden kommt, spielt konsequenter Sonnenschutz die wichtigste Rolle.
Wichtige Schutzmaßnahmen im Alltag
direkte Sonne konsequent vermeiden: Besonders Babys unter sechs Monaten sollten niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Im Schatten ist es grundsätzlich sicherer – vor allem zur Mittagszeit.
richtige Kleidung wählen: Leichte, aber bedeckende Stoffe wie Baumwolle oder Musselin schützen die Haut gut. Auch UV-Schutzkleidung (z. B. nach UV-Standard 801) kann sinnvoll sein. Ein Hut mit Nackenschutz gehört unbedingt dazu.
Sonnencreme gezielt einsetzen: Bei starker Sonneneinstrahlung sollten geeignete Produkte mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) verwendet werden. Wichtig sind kindgerechte Formulierungen ohne reizende Zusatzstoffe wie Parfüm.



