Studieren und Wohnen: Immer mehr Einkommen fließt in Miete und Nebenkosten
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Studierende, die einen eigenen Haushalt führen, müssen einen erheblichen Teil ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen. Durchschnittlich entfallen mehr als 50 Prozent ihrer finanziellen Mittel auf Miete oder andere wohnungsbezogene Ausgaben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gelten deshalb rund zwei Drittel der studentischen Haushalte in Deutschland als durch ihre Wohnkosten finanziell überlastet.
Welche Ausgaben zu den Wohnkosten zählen
Für die Berechnung der Wohnkosten werden sowohl Mieterinnen und Mieter als auch Eigentümerinnen und Eigentümer berücksichtigt. Dabei umfasst der Begriff nicht nur die eigentliche Miete oder die Grundsteuer bei selbst genutztem Wohneigentum. Ebenfalls einbezogen werden laufende Nebenkosten wie Wasser, Strom, Gas und Heizung.
Darüber hinaus fließen weitere wohnungsbezogene Ausgaben in die Berechnung ein. Dazu gehören unter anderem Kosten für die Instandhaltung der Immobilie, Hypothekenzinsen bei Eigentum, Versicherungsbeiträge – sofern sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden – sowie Gebühren für Leistungen wie Müllentsorgung oder Straßenreinigung.
Wann gilt ein Haushalt als überlastet?
Ein Haushalt wird erst dann als wohnkostenüberlastet eingestuft, wenn trotz staatlicher Unterstützungsleistungen, beispielsweise Wohngeld, mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen aufgewendet werden müssen. Maßgeblich ist somit die tatsächliche finanzielle Belastung nach Abzug möglicher Zuschüsse.
Grundlage der Einkommensberechnung
Die ausgewiesenen monatlichen Einkommen beruhen auf dem Median des Nettoäquivalenzeinkommens. Dieser statistische Kennwert teilt alle Einkommen in zwei gleich große Gruppen: Die eine Hälfte verfügt über ein niedrigeres, die andere über ein höheres Einkommen als der angegebene Median. Bei den prozentualen Anteilen einzelner Einkommensquellen am Gesamteinkommen können aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen auftreten.

