Tiergarten Nürnberg tötet Paviane: Direktor kündigt weitere Tötungen zur Bestandsregulierung an
- 30. Juli 2025
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Der Nürnberger Tiergarten hat nach eigenen Angaben zwölf Paviane getötet. Wie Direktor Dag Encke am Dienstag erklärte, sei diese Maßnahme das Ergebnis langjähriger Überlegungen und Abwägungen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Er betonte zugleich, dass es sich nicht um eine einmalige Entscheidung handele – auch in den kommenden Jahren könnten weitere Tiere getötet werden, um die Gruppe stabil zu halten.
Vorübergehende Schließung und Proteste
Am Dienstag blieb der Tiergarten für Besucher:innen geschlossen. Offiziell hieß es, dies geschehe aus „betrieblichen Gründen“. Doch währenddessen formierten sich Tierschützer:innen zu Protestaktionen gegen die Tötung der Paviane. Einige von ihnen verschafften sich sogar Zutritt zum Gelände, eine Aktivistin klebte sich auf dem Boden fest.
Juristische Schritte angekündigt
Mehrere Tierschutzorganisationen, darunter Pro Wildlife, der Deutsche Tierschutzbund und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht, sehen in dem Vorgehen einen möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Sie kündigten an, Strafanzeige zu stellen.
Überfülltes Gehege und interne Konflikte
Der Tiergarten begründet die Entscheidung mit Platzproblemen. In dem Gehege lebten zuletzt 43 Tiere – vorgesehen sei es jedoch nur für 25 erwachsene Paviane und deren Nachwuchs. Die Überbelegung habe zu zunehmenden Auseinandersetzungen und Verletzungen unter den Tieren geführt. Laut Encke seien Versuche, durch Verhütung oder Abgabe an andere Einrichtungen eine Lösung zu finden, gescheitert. Eine Auswilderung sei ebenfalls nicht möglich gewesen.

