Trinken bei Hitze: So viel Flüssigkeit braucht ihr und eure Kinder bei heißen Temperaturen
- vor 24 Stunden
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Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für den menschlichen Körper unverzichtbar – besonders bei hohen Temperaturen und im Kindesalter. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie viel ist eigentlich genug?
Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.
Säuglinge: Reicht Milch allein aus?
In den ersten Lebensmonaten benötigen Babys in der Regel keine zusätzlichen Getränke wie Wasser oder Tee – unabhängig davon, ob es heiß ist oder nicht. Muttermilch sowie Säuglingsnahrung liefern ausreichend Flüssigkeit und decken den Bedarf vollständig ab.
Stillende Mütter können ihr Baby bei warmem Wetter nach Bedarf anlegen, oft sogar häufiger als gewöhnlich. Das liegt daran, dass Säuglinge bei Hitze ebenfalls einen erhöhten Durst entwickeln können.
Die Zusammensetzung der Muttermilch passt sich dabei an: Je länger ein Baby trinkt, desto gehaltvoller wird die Milch. Dadurch kann es sein, dass das Kind eher viele kurze Stillmahlzeiten bevorzugt statt weniger langer.
Ob ein Baby genug Flüssigkeit bekommt, zeigt sich unter anderem an der Windelanzahl – etwa sechs oder mehr nasse Windeln pro Tag gelten als gutes Zeichen. Auch das Verhalten ist ein Hinweis: Unruhe, vermehrtes Schreien oder ungewöhnliche Schläfrigkeit können auf zu geringe Flüssigkeitsaufnahme hindeuten.
Trinkmengen bei Kindern: Richtwerte nach Alter
Kinder verlieren beim Spielen und Schwitzen besonders schnell Flüssigkeit – und vergessen das Trinken dabei oft. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Wasser anzubieten.
Orientierungswerte für die tägliche Trinkmenge:
1–3 Jahre: ca. 820 ml
4–6 Jahre: ca. 940 ml
7–9 Jahre: ca. 970 ml
10–12 Jahre: ca. 1.170 ml
13–14 Jahre: ca. 1.330 ml
15–18 Jahre: ca. 1.530 ml
Diese Angaben gelten für normale Alltagsbedingungen. Bei Hitze, körperlicher Aktivität oder Sport kann der Bedarf deutlich höher sein.
Auch wasserreiche Lebensmittel wie Gurken oder Wassermelone können zusätzlich zur Flüssigkeitsversorgung beitragen und sind besonders an warmen Tagen eine gute Ergänzung.
Warnsignale: Wenn Kinder zu wenig trinken
Ein Flüssigkeitsmangel kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Häufige Anzeichen sind:
Antriebslosigkeit oder schnelle Erschöpfung
Gereiztheit oder fehlende Motivation
Kopfschmerzen oder Schwindel
Dunkler Urin (ein hellerer Farbton spricht für ausreichende Hydration)
Je stärker die Symptome ausgeprägt sind, desto wichtiger ist es, die Trinkmenge zu erhöhen.
Erwachsene: Auch Eltern müssen ausreichend trinken
Nicht nur Kinder, auch Erwachsene sollten an heißen Tagen auf ihre Flüssigkeitszufuhr achten. Je nach Aktivitätsniveau werden etwa zwei bis drei Liter täglich empfohlen. Wer sich viel bewegt oder Sport treibt, benötigt entsprechend mehr.
Kalte Getränke im Sommer? Nicht immer ideal
Sehr kalte Getränke wirken zwar erfrischend, sind aber nicht immer optimal. Der Körper muss sie zunächst auf Körpertemperatur erwärmen, was den Organismus zusätzlich belasten und sogar das Schwitzen verstärken kann.
Besser geeignet sind Getränke mit moderater Temperatur – weder zu kalt noch zu warm. So wird der Körper angenehm gekühlt, ohne den Kreislauf unnötig zu belasten.
Was ist am besten zum Trinken geeignet?
Für Kinder ist Wasser die beste Wahl. Besonders mineralstoffreiches Mineralwasser mit Natrium, Magnesium und weiteren Elektrolyten kann nach dem Schwitzen sinnvoll sein, da diese Stoffe über den Schweiß verloren gehen. Auch Leitungswasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind gut geeignet.
Getränke für Erwachsene: Vorsicht bei Alkohol und Koffein
Für Erwachsene gilt: Alkohol sollte bei Hitze möglichst vermieden werden, da er den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust zusätzlich verstärkt und den Kreislauf belastet.
Auch Kaffee und Schwarztee wirken leicht entwässernd und sollten daher nicht die Hauptquelle der Flüssigkeitszufuhr sein. Wichtig ist, sie durch ausreichend Wasser auszugleichen.



