Ungleiche Chancen: Wie das Elternhaus den Bildungsweg von Kindern prägt
- vor 23 Stunden
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Untersuchungen aus der Bildungsforschung weisen seit Jahren darauf hin, dass der familiäre Hintergrund einen bedeutenden Einfluss auf den schulischen Erfolg von Kindern hat. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-MIttagsmagazin.
Eine aktuelle Auswertung des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe betrachtet nun erstmals den gesamten Bildungsweg – von der frühen Kindheit bis zum Studium – und macht deutlich, wie stark diese Zusammenhänge weiterhin wirken.
Studie zum gesamten Bildungsweg
Unter dem Titel „Von der Kita bis zur Uni: Wie soziale Ungleichheiten unseren Bildungsweg beeinflussen“ analysierten Forschende verschiedene Stationen der Bildungsbiografie. Dabei zeigte sich, dass Faktoren wie das Bildungsniveau der Eltern sowie deren berufliche und finanzielle Situation maßgeblich darüber entscheiden, welche Chancen Kinder im Bildungssystem haben.
Gleiche Fähigkeiten, unterschiedliche Ergebnisse
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Selbst wenn Kinder über vergleichbare Fähigkeiten verfügen, unterscheiden sich ihre schulischen Wege deutlich. Die soziale Herkunft beeinflusst weiterhin, welche Noten erreicht werden, welche Schulform besucht wird und welche Abschlüsse möglich sind. Deutliche Unterschiede treten vor allem beim Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule auf. Auch beim Erwerb der Hochschulreife lassen sich ähnliche Muster erkennen.
Migration und soziale Rahmenbedingungen
Die Analyse macht außerdem deutlich, dass Kinder mit Migrationshintergrund häufiger niedrigere Schulabschlüsse erreichen. Laut Studie liegt dies jedoch vor allem an den sozialen Rahmenbedingungen. Wenn vergleichbare Voraussetzungen gegeben sind, zeigen sich für diese Gruppe keine systematischen Nachteile.


