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Wohneigentum: Immer weniger Deutsche besitzen ein eigenes Zuhause

vor 1 Stunde
1 Min. Lesezeit

Nur noch 43,5 Prozent der Haushalte in Deutschland wohnen in den eigenen vier Wänden. Das geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts hervor. Damit hat die Wohneigentumsquote im Jahr 2024 den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten erreicht. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Hohe Kosten erschweren den Immobilienkauf


Für die geringe Eigentumsquote gibt es mehrere Ursachen. Günther führt vor allem die stark gestiegenen Baukosten, höhere Finanzierungskosten durch die Zinsentwicklung sowie die Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre als wesentliche Faktoren an.


Besonders deutlich wird die Entwicklung bei den Baukosten: Seit dem Jahr 2000 haben sich die Herstellungskosten für Wohnungen demnach um rund 160 Prozent erhöht. Für viele Haushalte ist der Erwerb einer Immobilie dadurch deutlich schwieriger geworden.


Fehlende Förderung als zusätzlicher Faktor


Auch die staatliche Unterstützung beim Aufbau von Wohneigentum spielt laut Günther eine wichtige Rolle. Mit dem Ende des Baukindergelds im Jahr 2021 sei eine bundesweit wirksame Förderung weggefallen. Die Folgen seien sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene negativ gewesen.


Zusätzlichen Druck auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt habe die Zuwanderung der vergangenen Jahre ausgeübt. Dadurch sei die Nachfrage nach Wohnraum weiter gestiegen.


Eigentumsquote hängt stark von der Region ab


Ein einheitliches Bild gibt es innerhalb Deutschlands allerdings nicht. Zwischen den einzelnen Regionen bestehen erhebliche Unterschiede. Besonders in großen Städten und dicht besiedelten Ballungsräumen ist der Anteil der Menschen mit Wohneigentum gering. Das gilt unter anderem für weite Teile des Ruhrgebiets.


Auch zwischen Ost und West zeigt sich ein Gefälle: Im Westen Deutschlands leben anteilig mehr Menschen im eigenen Zuhause als im Osten. Die höchsten Wohneigentumsquoten weist die Studie hingegen für Süddeutschland aus.

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