4,9 Millionen Todesfälle: Warum weltweit so viele Kinder vor ihrem fünften Geburtstag sterben
- vor 21 Stunden
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Im Jahr 2024 sind weltweit rund 4,9 Millionen Kinder gestorben, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen konnten. Diese Zahlen basieren auf aktuellen Schätzungen der Vereinten Nationen. Unter den Verstorbenen befanden sich etwa 2,3 Millionen Neugeborene. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Langfristiger Rückgang – aber mit Verzögerung
Seit dem Jahr 2000 ist die globale Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren deutlich gesunken – insgesamt um mehr als die Hälfte. Allerdings hat sich dieser positive Trend seit 2015 spürbar verlangsamt. Der Rückgang der Kindersterblichkeit hat sich seither um über 60 Prozent abgeschwächt.
Ursachen für Todesfälle bei Kindern
Bei Neugeborenen zählen vor allem Komplikationen rund um Frühgeburten sowie Probleme während der Entbindung zu den häufigsten Todesursachen. Zusätzlich spielen Infektionen, darunter Neugeborenensepsis, sowie angeborene Fehlbildungen eine bedeutende Rolle. Mit zunehmendem Alter treten andere Ursachen in den Vordergrund. Dazu gehören insbesondere Durchfallerkrankungen, Lungenentzündungen sowie Infektionskrankheiten wie Malaria.
Deutliche regionale Unterschiede
Der Bericht hebt außerdem hervor, dass die Kindersterblichkeit regional sehr unterschiedlich verteilt ist. Mehr als die Hälfte der Todesfälle entfällt auf Länder in Afrika südlich der Sahara, wobei Infektionskrankheiten dort eine zentrale Rolle spielen. In Europa und Nordamerika liegt der Anteil der Todesfälle dagegen bei lediglich 9 Prozent. Noch niedriger ist er in Australien und Neuseeland mit etwa 6 Prozent. In Südasien wurden hingegen rund 25 Prozent der weltweiten Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren registriert.


