top of page

Abitur unter Druck: Immer mehr Einser-Noten entfachen Debatte über den Wert des Abschlusses

In Deutschland steigt die Anzahl der Abiturienten mit Spitzenzeugnissen stetig an. Diese Entwicklung sorgt bei Politikern und Lehrkräften für Besorgnis, da sie eine Abwertung des Abschlusses befürchten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Warnungen vor einer Abitur-Entwertung


Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ploß äußerte sich dazu gegenüber der Rheinischen Post mit deutlichen Worten: „Das Abitur wird immer stärker entwertet, wenn immer mehr Schüler Jahr für Jahr bessere Zensuren bekommen.“ Seiner Ansicht nach benachteiligt diese Entwicklung die Schüler, die sich wirklich anstrengen, und unterstützt nicht jene, die Wissenslücken aufweisen.


Lehrerverband fordert Qualitätssicherung


Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Düll, meldete sich zu Wort und sprach von einer „Flut an Einser-Abis“. Zwar sei das Abitur „nichts, was einem hinterhergeworfen wird“, betonte er, doch müsse die Qualität des Abschlusses erhalten bleiben und dürfe nicht weiter verwässert werden.


Entgegengesetzte Sichtweise der SPD


Dem gegenüber stellte der Bildungsexperte der SPD-Fraktion, Kaczmarek, die Leistung der Abiturienten heraus: Er betonte, dass jeder, der das Abitur erwerbe, „hart für die Prüfungen“ gearbeitet habe und dafür Anerkennung verdiene.


Zunahme der Spitzennoten


Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass die Anzahl der Abiturienten mit Notendurchschnitten zwischen 1,0 und 1,9 – den sogenannten Einser-Abis – deutlich gestiegen ist.

bottom of page