Amazonas: Deutlich weniger Waldbrände als in den Vorjahren
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Im brasilianischen Amazonasgebiet wurden im Jahr 2025 so wenige Waldbrände registriert wie seit Beginn der Erhebungen nicht mehr. Nach Angaben des Überwachungsnetzwerks MapBiomas markiert diese Entwicklung einen historischen Tiefstand. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Sorge vor neuer Trockenperiode
Trotz der positiven Bilanz mahnt MapBiomas zur Vorsicht. Die Koordinatorin des aktuellen Berichts, Ane Alencar, sieht die Gefahr, dass ein möglicher Super-El Niño in den kommenden Monaten für eine außergewöhnlich lange Trockenzeit sorgen könnte. Dadurch würde gleichzeitig das Risiko neuer großflächiger Waldbrände steigen.
Für dieses Jahr warnte Ane Alencar, die Koordinatorin des MapBiomas-Berichts, vor dem möglicherweise bevorstehenden Super-El Niño, einem Klimaphänomen, das eine verlängerte Trockenzeit und ein größeres Risiko von Waldbränden mit sich bringt.
Bedeutung für den Klimaschutz
Der Amazonas-Regenwald spielt eine zentrale Rolle im weltweiten Klimaschutz. Seine ausgedehnten Wälder binden große Mengen an Treibhausgasen und tragen so dazu bei, die Erderwärmung abzuschwächen.
Politisch verfolgt Brasilien inzwischen einen anderen Kurs: Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der seit 2023 im Amt ist, hat sich das Ziel gesetzt, die illegale Abholzung des Regenwaldes bis zum Jahr 2030 vollständig zu beenden. Während der Amtszeit seines Vorgängers Jair Bolsonaro waren hingegen große Flächen des Amazonaswaldes abgeholzt worden.

